The National Times - Drei Jugendliche nach islamistischen Anschlagsplänen in Düsseldorf verurteilt

Drei Jugendliche nach islamistischen Anschlagsplänen in Düsseldorf verurteilt


Drei Jugendliche nach islamistischen Anschlagsplänen in Düsseldorf verurteilt
Drei Jugendliche nach islamistischen Anschlagsplänen in Düsseldorf verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Rund elf Monate nach der Festnahme von vier Jugendlichen wegen möglicher islamistischer Anschlagspläne unter anderem auf Kirchen oder Synagogen hat das Landgericht Düsseldorf drei von ihnen zu mehrjährigen Jugendstrafen auf Bewährung verurteilt. Die Angeklagten wurden jeweils zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Schuldig gesprochen wurden die 15- bis 17-Jährigen wegen Verabredung zum Mord und zu Brandstiftung mit Todesfolge.

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Zwei der Angeklagten wurden laut Gerichtsangaben auch in Tateinheit mit der Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt. Der Prozess war wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden.

Bei den drei in Düsseldorf angeklagten Jugendlichen handelte es sich um zwei Mädchen und einen Jungen zwischen 15 und 17 Jahren. Sie kommen aus Düsseldorf, Iserlohn und Lippstadt.

Der vierte Jugendliche, ein 16-Jähriger, war bereits im Februar vom Landgericht Stuttgart verurteilt worden. Er erhielt zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung, weil er sich dazu bereit erklärt hatte, einen gemeinschaftlichen Mord zu begehen.

Nach Gerichtsangaben bestätigte sich der Tatverdacht im Wesentlichen. Danach hatten sich die drei Angeklagten im Internet über Propagandamaterial der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat radikalisiert. Im März 2024 vereinbarten sie dann mit dem bereits in Stuttgart verurteilten Jugendlichen, einen islamistisch motivierten Anschlag zu begehen.

Zunächst seien Anschlagsziele wie Hauptbahnhöfe, Gerichtssäle oder Polizeistationen in Erwägung gezogen worden. Schlussendlich hätten sie sich aber dazu entschlossen, während oder kurz nach dem muslimischen Fastenmonat Ramadan 2024 in Kirchen, Synagogen oder Polizeistationen einzudringen. Dort hätten sie auf Menschen schießen oder einstechen und die jeweiligen Gebäude mit Molotowcocktails in Brand setzen wollen.

Der Ramadan dauerte im vergangenen Jahr vom 10. März bis zum 9. April. Ihr Ziel war demnach, möglichst viele Menschen zu töten. Einer der Angeklagten hatte dazu laut Gericht schon Anleitungen zum Bombenbau besorgt und diese mit den anderen geteilt.

Die Jugendlichen waren im Frühling 2024 festgenommen worden. Zuvor hatten Behörden verdächtige Chats über die mutmaßlichen Anschlagspläne entdeckt.

T.Cunningham--TNT

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