The National Times - Katholische Bischöfe fordern Klimaschutz von kommender Bundesregierung

Katholische Bischöfe fordern Klimaschutz von kommender Bundesregierung


Katholische Bischöfe fordern Klimaschutz von kommender Bundesregierung
Katholische Bischöfe fordern Klimaschutz von kommender Bundesregierung / Foto: © AFP/Archiv

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, den Klimaschutz in ihrem politischen Handeln zu berücksichtigen. Zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz in Kloster Steinfeld im Bistum Aachen sagte der Vorsitzende, Bischof Georg Bätzing, am Donnerstag, er hoffe, dass es "bald ein solides Koalitionsprogramm" gebe. "Dann hoffe ich etwa auch, dass die Frage des Weltklimas wieder aufgerufen wird. Denn sie muss dann wieder aufgerufen werden."

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Bätzing sagte, in der Klimapolitik sei eine "erhebliche Kraftanstrengung" notwendig. Die katholische Kirche verstehe sich als "Lobbyisten für Klimapolitik". Seiner Einschätzung nach komme diese in den derzeitigen Diskussionen zu wenig vor und werde eher behandelt wie ein Luxusproblem. Tatsächlich sei es aber "Kern und Grund aller Probleme", mit denen die Menschheit jetzt schon zu tun habe.

Die Bischöfe hatten sich auf ihrer Vollversammlung in einem Studientag mit der vor zehn Jahren von Papst Franziskus veröffentlichten Enzyklika "Laudato si" befasst, die Klima- und Umweltpolitik zum Thema hat.

Mit Blick auf die Außenpolitik kritisierte der Bischof scharf die US-Regierung um Präsident Donald Trump. Deren Vorgehen in der Ukraine sei nicht nachzuvollziehen. Wenn Russlands Präsident Wladimir Putin als Aggressor in der Ukraine seine Ziele verwirkliche, sei dies keine dauerhafte Friedenssituation, sondern bedrohe Europa im Ganzen. Es sei deshalb "schlichtweg unverantwortlich", jetzt eine Annäherung an Putin zu versuchen. Dass Trump dazu bis hin zu erpresserischen Maßnahmen greife, indem er sich Rohstoffe der Ukraine sichern wolle, sei nicht zu akzeptieren. "Das ist ein Skandal."

Die Bischöfe beschäftigten sich auf ihrer Vollversammlung wie in den vergangenen Jahren üblich erneut auch mit dem Missbrauchsskandal der katholischen Kirche. Trotz Kritik insbesondere an der Höhe von Entschädigungszahlungen wolle die Bischofskonferenz an dem System der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen festhalten. Es gebe in Deutschland derzeit kein vergleichbares außergerichtliches System für solche freiwilligen Leistungen, sagte Bätzing.

S.Cooper--TNT

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