The National Times - Aus Rache erfundenes Plagiat: Amtsgericht München verhängt Haftstrafe

Aus Rache erfundenes Plagiat: Amtsgericht München verhängt Haftstrafe


Aus Rache erfundenes Plagiat: Amtsgericht München verhängt Haftstrafe
Aus Rache erfundenes Plagiat: Amtsgericht München verhängt Haftstrafe / Foto: © AFP/Archiv

Weil er ein Plagiat erfand, um einem renommierten Rechtsmediziner zu schaden, ist ein Angeklagter in München zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht der bayerischen Landeshauptstadt sprach den 70-Jährigen am Donnerstag unter anderem der Verleumdung und Urkundenfälschung schuldig, wie ein Sprecher mitteilte. Der Angeklagte habe seinen Plan mit "beispielloser krimineller Energie, Akribie und Aufwand" verfolgt, hieß es vom Gericht.

Textgröße ändern:

Der Anklage zufolge war die Leiche der Mutter des Angeklagten im Jahr 2020 gegen dessen Willen obduziert worden, als in dem Zusammenhang vorübergehend auch Ermittlungen gegen ihn geführt wurden. Danach habe der Mann das Ansehen des Instituts für Rechtsmedizin, insbesondere von dessen Leiter, schädigen wollen.

Dazu habe er ein angebliches wissenschaftliches Werk schreiben lassen. Es sollte der Anklage zufolge so aussehen, als sei es vor 1987 erschienen. Eingearbeitet wurden demnach Passagen aus der Dissertation des Rechtsmediziners von 1987 - damit es so wirkte, als habe dieser abgeschrieben.

Das Amtsgericht sprach ihn nun auch wegen Betrugs und der unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

US-Justiz erhebt Anklage gegen von ICE-Mitarbeitern angeschossenen Venezolaner

Die US-Justiz hat Anklage gegen einen Venezolaner erhoben, der im Bundesstaat Texas von einem Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE angeschossen worden war. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, werden dem Mann Körperverletzung und weitere Straftaten zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft.

Urteil gegen deutsche Person Maja T. in Berufungsverfahren in Ungarn erwartet

In Budapest soll am Mittwoch ein Urteil im Berufungsverfahren gegen die deutsche Person Maja T. fallen, die im Februar zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Ein Gericht befand T. für schuldig, die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Linksextremisten angegriffen zu haben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten Berufung ein.

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

Textgröße ändern: