The National Times - Hobby-Verkehrspolizist in Nordrhein-Westfalen von echtem Beamten entlarvt

Hobby-Verkehrspolizist in Nordrhein-Westfalen von echtem Beamten entlarvt


Hobby-Verkehrspolizist in Nordrhein-Westfalen von echtem Beamten entlarvt
Hobby-Verkehrspolizist in Nordrhein-Westfalen von echtem Beamten entlarvt / Foto: © AFP/Archiv

Ein Hobby-Verkehrspolizist ist in Nordrhein-Westfalen von einem echten Polizisten auf frischer Tat ertappt worden. Gegen den 68-Jährigen läuft nun ein Verfahren, wie die Beamten in Euskirchen am Montag mitteilten. Demnach fuhr der echte Polizist am Samstagabend auf einer Bundesstraße zwischen Mechernich und Kall neben dem vermeintlichen Polizisten und verhinderte ein Überholmanöver.

Textgröße ändern:

Anstatt seine Fahrt einfach fortzusetzen, entschied sich sich der 68-Jährige für eine kilometerlange Verfolgungsfahrt, bei dem er dem echten Polizisten auf die Pelle rückte - "möglicherweise in der irrigen Annahme, Drängeln sei eine anerkannte Form der Verkehrserziehung", wie es von den Beamten hieß.

Auf einem Parkplatz in Kall stellte der 68-Jährige den Polizisten zur Rede und belehrte ihn über angebliche Geschwindigkeitsverstöße. Um seine vermeintliche Autorität zu untermauern, präsentierte er ein Lederetui, in dem der Polizeistern der Bundespolizei zu erkennen war.

Der vermeintliche Verkehrssünder stellte sich jedoch als echter Polizist vor. Das Interesse des 68-Jährigen habe daraufhin spürbar nachgelassen. Es stellte sich heraus, dass der Mann nie Polizist war. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr, Amtsanmaßung und unbefugten Führens eines Hoheitszeichens. Seine Polizeimarke wurde beschlagnahmt.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Trotz Umbauten: Früheres KZ-Krematorium in Nordrhein-Westfalen bleibt denkmalgeschützt

Das ehemalige KZ-Krematorium in Büren-Wewelsburg in Nordrhein-Westfalen darf trotz späterer Umbauten als Baudenkmal geführt werden. Der Eigentümer des Gebäudes muss die Eintragung in die Denkmalliste hinnehmen, wie das Oberverwaltungsgericht in Münster laut Mitteilung am Donnerstag entschied. Seine Berufungsklage wurde abgewiesen. In dem Krematorium waren von Herbst 1942 bis April 1943 Leichen der Häftlinge und der im Konzentrationslager Niederhagen Ermordeten verbrannt worden.

Rheinland-Pfalz: Fünf Jahre Haft wegen millionenschwerer Diebstähle aus Solarparks

Das Landgericht im rheinland-pfälzischen Trier hat einen 38-Jährigen wegen Diebstählen aus Solarparks mit einem Millionenschaden zu fünf Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer ordnete zudem die Einziehung von Taterträgen von mehr als 922.000 Euro an.

Nach Tötung von 25-Jähriger in Sachsen: Ehemann in Nordrhein-Westfalen verhaftet

Knapp drei Wochen nach einem Tötungsverbrechen an einer 25-Jährigen in Sachsen haben Ermittler den Ehemann der Frau festgenommen. Der 32-Jährige wurde am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen gefasst, wie die Polizei in Zwickau am Donnerstag mitteilte. Er muss sich nun wegen Mordes verantworten. Ein zunächst verdächtigter Mann kam wieder auf freien Fuß.

Großrazzia gegen Banden: Führungsriege von Duisburger Hells Angels "vom Netz genommen"

Im Zusammenhang mit einer Großrazzia gegen die organisierte Kriminalität ist den Ermittlern nach eigenen Angaben ein Schlag gegen die führenden Köpfe der Rockergruppierung Hells Angels im nordrhein-westfälischen Duisburg gelungen. "Stand heute haben wir die Führungsriege vom Netz genommen, in Haft gebracht und insofern mindestens für eine sehr erhebliche Schwächung gesorgt", sagte der Duisburger Polizeipräsident Alexander Dierselhuis am Donnerstag vor Journalisten. Nun müsse verhindert werden, dass neue Ersatzstrukturen entstünden.

Textgröße ändern: