The National Times - Prozess um Geldwäsche in Eisdiele: Freisprüche für Mafiaverdächtige in Dortmund

Prozess um Geldwäsche in Eisdiele: Freisprüche für Mafiaverdächtige in Dortmund


Prozess um Geldwäsche in Eisdiele: Freisprüche für Mafiaverdächtige in Dortmund
Prozess um Geldwäsche in Eisdiele: Freisprüche für Mafiaverdächtige in Dortmund / Foto: © AFP/Archiv

Ein Geldwäscheprozess gegen drei Mafiaverdächtige vor dem Landgericht Dortmund ist am Montag mit Freisprüchen zu Ende gegangen. Die drei Angeklagten wurden nach übereinstimmenden Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung freigesprochen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Vor Gericht standen die Angeklagten wegen der Vorwürfe der Geldwäsche und der mutmaßlichen Mitgliedschaft in der italienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten in ihrer Anklage zur Last gelegt, im nordrhein-westfälischen Siegen eine Eisdiele zur Unterstützung der 'Ndrangheta betrieben und dort banden- und gewerbsmäßig Geld gewaschen zu haben. Die Anweisung zu dem Betrieb sei von einem ranghohen Mitglied der 'Ndrangheta im italienischen Kalabrien gekommen, hieß es.

Die Anklagevorwürfe bestätigten sich in dem seit Juni laufenden Prozess jedoch nicht. Die Ermittlungen waren laut früheren Angaben im Juli 2020 durch italienische Strafverfolgungsbehörden ins Rollen gekommen. In der Folge wurde länderübergreifend zusammengearbeitet. Im Mai 2023 wurden die Verdächtigen bei einer Razzia festgenommen.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: