The National Times - Landkreistag: "Absoluter Schutz" auf Weihnachtsmärkten nicht möglich

Landkreistag: "Absoluter Schutz" auf Weihnachtsmärkten nicht möglich


Landkreistag: "Absoluter Schutz" auf Weihnachtsmärkten nicht möglich
Landkreistag: "Absoluter Schutz" auf Weihnachtsmärkten nicht möglich / Foto: © AFP

In der Debatte über den Schutz von Weihnachtsmärkten hat der Landkreistag betont, dass es auch mit erhöhter Polizeipräsenz und anderen Maßnahmen keine Sicherheitsgarantie gibt. "Es gibt überall eine höhere Präsenz von Polizei- und Ordnungskräften und auch in Magdeburg sind die Zugänge polizeilich kontrolliert und Taschen durchsucht worden", sagte der Präsident, Landrat Achim Brötel (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag).

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"Wegen der Gefahren durch Messerattacken sind die gesetzlichen Voraussetzungen bis hin zu generellen Verboten bereits deutlich verschärft worden", erklärte Brötel. Einen "absoluten Schutz" werde es allerdings nicht geben können.

Zudem seien Weihnachtsmärkte und ähnliche Veranstaltungen Orte der Begegnung und des Miteinanders. "Daher muss man bei aller abstrakten Gefahr auch mit Augenmaß vorgehen, damit sie es bleiben können. Wir brauchen Weihnachten gerade nach solchen furchtbaren Ereignissen umso mehr, denn es geht um Versöhnung", sagte Brötel weiter.

In Magdeburg war am Freitagabend ein Auto in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Alten Markt gerast. Mindestens fünf Menschen starben, darunter ein neunjähriges Kind. Rund 200 weitere Menschen wurden verletzt, viele davon schwer. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 50-jähriger Arzt aus Saudi-Arabien festgenommen, der seit 2006 in Deutschland lebte.

Die Stadt Magdeburg verteidigte infolgedessen ihr Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt. Dieses sei "nach bestem Wissen und Gewissen" sowie in Absprache mit der Polizei verfasst worden, sagte der zuständige Beigeordnete Ronni Krug. Dass dem Tatverdächtigen offenbar keine Hindernisse auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt entgegenstanden, begründete Krug damit, dass der Weg als Rettungsgasse für Krankenwagen und Feuerwehr bei Notfällen vorgesehen war.

Zahlreiche Städte und Bundesländer verschärften nach dem Anschlag die Sicherheitsmaßnahmen auf Weihnachtsmärkten. Absagen gab es nur vereinzelt. Der Deutsche Schaustellerbund sah darin auch "das falsche Zeichen". Denn gemeinsames Feiern sei "ein Zeichen gelebter Demokratie und des friedlichen Miteinanders".

S.Arnold--TNT

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