The National Times - Sechs Jahre Haft in neuem Prozess um Tötung von Liebhaber mit dutzenden Stichen

Sechs Jahre Haft in neuem Prozess um Tötung von Liebhaber mit dutzenden Stichen


Sechs Jahre Haft in neuem Prozess um Tötung von Liebhaber mit dutzenden Stichen
Sechs Jahre Haft in neuem Prozess um Tötung von Liebhaber mit dutzenden Stichen / Foto: © AFP/Archiv

Für die Tötung seines Liebhabers mit mehr als 70 Messerstichen ist ein 34-Jähriger in einem zweiten Prozess vom Landgericht Köln zu sechs Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. In einem ersten Verfahren war der Mann im vergangenen Jahr noch zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Dagegen ging der Beschuldigte vor dem Bundesgerichtshof (BGH) erfolgreich in Revision.

Textgröße ändern:

Das Landgericht musste daher neu entscheiden. Laut BGH hatte die zuständige Kammer im ersten Urteil nicht ausreichend begründet, warum sie einen minderschweren Totschlag ausgeschlossen hatte. Demnach hatte der Liebhaber des Angeklagten diesen während der tödlich verlaufenen Auseinandersetzung zunächst selbst mit einem Messer bedroht und gewürgt, bevor dieser ihn schließlich mit dem Messer attackierte.

Hintergrund war eine heimlich geführte homosexuelle Beziehung zwischen dem Angeklagten und dem Getöteten, die über mehrere Jahre andauerte. Der Beschuldigte war demnach mit einer Frau verheiratet und hatte Kinder, was zwischen beiden Männern immer wieder zu Streit führte. Als der Liebhaber damit drohte, der Frau seines Liebhabers von der Beziehung zu erzählen, kam es im November 2022 im Kölner Königsforst zu dem tödlichen Konflikt.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Neuer Datenschutzbeauftragter Hennemann im Amt

Der neue Bundesbeauftragte für Datenschutz, Moritz Hennemann, hat am Donnerstag sein Amt angetreten. Der Freiburger Rechtswissenschaftler folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die sich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückzog. Der 41-jährige Hennemann war im Juni vom Bundestag gewählt worden.

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Textgröße ändern: