The National Times - Papst Franziskus ernennt 21 neue Kardinäle

Papst Franziskus ernennt 21 neue Kardinäle


Papst Franziskus ernennt 21 neue Kardinäle
Papst Franziskus ernennt 21 neue Kardinäle / Foto: © AFP

Papst Franziskus hat am Samstag 21 neue Kardinäle ernannt. Das Oberhaupt der Katholiken nahm die Geistlichen am Samstag bei einer Zeremonie im Petersdom ins Kardinalskollegium auf. "Der Herr blickt auf euch, die ihr aus verschiedenen Ländern und Kulturen kommt und die Katholizität der Kirche repräsentiert", sagte der Papst, auf dessen rechter Kinnseite ein großer blauer Fleck zu sehen war. Nach Angaben aus Vatikan-Kreisen hatte er sich die Verletzung beim einem Sturz aus dem Bett zugezogen.

Textgröße ändern:

20 der neuen Würdenträger sind nach Vatikan-Angaben jünger als 80 Jahre, sie wären damit bei der Wahl eines neuen Papstes stimmberechtigt.

Seit Beginn seines Pontifikats ist Franziskus darum bemüht, die "Peripherie" der katholischen Kirche zu stärken und Geistliche aus Lateinamerika, Afrika und Asien zu fördern. Fünf der am Samstag ernannten Kardinäle kommen aus Lateinamerika und zwei weitere aus Afrika. Zudem waren Länder wie Indonesien, Japan, Serbien, die Philippinen und Indien vertreten. Auch der aus Belgien stammende Erzbischof von Teheran, Dominique Joseph Mathieu, wurde vom Papst zum Kardinal ernannt.

Die Ernennung neuer Kardinäle gilt als mitentscheidend für die künftige Ausrichtung der katholischen Kirche mir ihren rund 1,3 Milliarden Mitgliedern. Mit der jüngsten Ernennung wächst die Zahl der Kardinäle, die nach jetzigem Stand bei einem Konklave über die Nachfolge von Franziskus bestimmen könnten, auf 141 an. 111 davon und damit mehr als drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder des Kardinalsgremiums wurden von Franziskus ernannt.

A.M.James--TNT

Empfohlen

US-Todeskandidatin Pike wird nach gescheiterter Hinrichtung im Krankenhaus behandelt

Nachdem die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike am Mittwoch (Ortszeit) zwei Hinrichtungsversuche überlebt hat, wird die 50-Jährige nach Angaben ihrer Anwälte in einem Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand sei ihnen nicht mitgeteilt worden, teilten Pikes Verteidiger mit. Der Gouverneur von Tennessee setzte den Vollzug von Todesstrafen bis zum Ende aus und ordnete eine Untersuchung an. Die Organisation Death Penalty Information Center (DPIC) bezeichnete Pikes Fall als "den schlimmsten", den sie je verzeichnet habe.

Neuer Datenschutzbeauftragter Hennemann im Amt

Der neue Bundesbeauftragte für Datenschutz, Moritz Hennemann, hat am Donnerstag sein Amt angetreten. Der Freiburger Rechtswissenschaftler folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die sich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückzog. Der 41-jährige Hennemann war im Juni vom Bundestag gewählt worden.

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Textgröße ändern: