The National Times - Bislang bundesweit größte Menge illegaler E-Zigaretten in Neuss beschlagnahmt

Bislang bundesweit größte Menge illegaler E-Zigaretten in Neuss beschlagnahmt


Bislang bundesweit größte Menge illegaler E-Zigaretten in Neuss beschlagnahmt
Bislang bundesweit größte Menge illegaler E-Zigaretten in Neuss beschlagnahmt / Foto: © AFP/Archiv

In Nordrhein-Westfalen hat der Zoll bei einer Durchsuchung die in Deutschland bislang größte Menge illegaler E-Zigaretten beschlagnahmt. Es handelte sich um etwa 650.000 der sogenannten Vapes, wie das Essener Zollfahndungsamt und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag mitteilten. Kräfte des Zolls kontrollierten demnach am Mittwoch vergangener Woche das Lager einer Firma in Neuss. Dabei stellten sie fest, dass in der gesamten Halle mutmaßlich illegale E-Zigaretten gelagert wurden.

Textgröße ändern:

Bei einer anschließenden Durchsuchung wurden dann insgesamt 212 Europaletten mit rund 625.000 Stück Vapes beschlagnahmt. Während die Zöllner das Lager durchsuchten, erschien den Angaben zufolge ein polnischer Transporter und wollte eine Lieferung E-Zigaretten abladen. Die Einsatzkräfte durchsuchten den Transporter und fanden hier weitere sechs Paletten mit 29.920 unversteuerten Vapes.

Zwei in der Halle arbeitende Männer ohne festen Wohnsitz im Alter von 21 und 38 Jahren wurden wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung durch den Handel mit unversteuerten und nicht verkehrsfähigen E-Zigaretten festgenommen. Sie wurden einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Laut Zoll und Staatsanwaltschaft wurden bei dem Einsatz insgesamt etwa 650.000 illegale Vapes sowie weitere Beweismittel beschlagnahmt. Der geschätzte Steuerschaden liegt demnach im Millionenbereich.

Die E-Zigaretten hatten den Behörden zufolge zudem das maximal erlaubte Tankvolumen von zwei Milliliter je E-Zigarette "mutmaßlich deutlich überschritten". Die weiteren Ermittlungen dauerten an.

Einweg-E-Zigaretten unterliegen seit Juli 2022 der Tabaksteuer. Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen sie nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden. Ein Verstoß kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Exfreund aus Habgier ermordet: Lebenslange Haft in Hamburg

Weil sie ihren Expartner aus Habgier tötete, hat das Landgericht Hamburg eine 42-Jährige zu lebenslanger Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Mordes, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag in der Hansestadt mitteilte. Demnach sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die Frau ihren Exfreund im Februar getötet hatte.

Prozess um Dreifachmord in Deggendorf: Angeklagter kündigt Einlassung an

Vor dem Landgericht im bayerischen Deggendorf hat am Donnerstag ein Dreifachmordprozess gegen den 38 Jahre alten Martin L. begonnen, der unter Drogen zwei Nachbarinnen und einen Nachbarn getötet haben soll. Der Angeklagte kündigte nach Verlesung der Anklage über seine Verteidigung an, sich im späteren Prozessverlauf zu den Tatvorwürfen äußern zu wollen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Zunächst machte er demnach aber noch keine Angaben.

US-Todeskandidatin Pike wird nach gescheiterter Hinrichtung im Krankenhaus behandelt

Nachdem die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike am Mittwoch (Ortszeit) zwei Hinrichtungsversuche überlebt hat, wird die 50-Jährige nach Angaben ihrer Anwälte in einem Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand sei ihnen nicht mitgeteilt worden, teilten Pikes Verteidiger mit. Der Gouverneur von Tennessee setzte den Vollzug von Todesstrafen bis zum Ende aus und ordnete eine Untersuchung an. Die Organisation Death Penalty Information Center (DPIC) bezeichnete Pikes Fall als "den schlimmsten", den sie je verzeichnet habe.

Neuer Datenschutzbeauftragter Hennemann im Amt

Der neue Bundesbeauftragte für Datenschutz, Moritz Hennemann, hat am Donnerstag sein Amt angetreten. Der Freiburger Rechtswissenschaftler folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die sich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückzog. Der 41-jährige Hennemann war im Juni vom Bundestag gewählt worden.

Textgröße ändern: