The National Times - Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus nach Tötung von Verwandten in Hamburg

Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus nach Tötung von Verwandten in Hamburg


Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus nach Tötung von Verwandten in Hamburg
Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus nach Tötung von Verwandten in Hamburg / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Hamburg hat im Fall eines Manns, der zwei Verwandte erstach, die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann gilt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige im Februar mit einem Messer zunächst auf seinen Vater eingestochen hatte, als dieser in ein Auto einsteigen wollte. Der 32-Jährige stach ihm unvermittelt in die linke Brustseite.

Textgröße ändern:

Beim Versuch, ihm zu helfen, wurde der Onkel des Angeklagten schwer verletzt. Er erlitt vier Messerstiche in die Brust und in den Rücken. Der Vater hatte dem Urteil zufolge nicht mit dem Angriff gerechnet und konnte sich daher auch nicht wehren. Er erlag seinen Verletzungen noch am Tatort. Auch der Onkel des 32-Jährigen Onkel starb noch vor Ort.

Die Anklage warf dem Mann Mord und Totschlag vor. Wegen seiner Schuldunfähigkeit wurde er freigesprochen, stattdessen ordnete das Gericht seine Unterbringung an. Laut einem Gutachten geht seine Erkrankung mit "wahnhaftem Erleben" einher. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung forderten in ihren Plädoyers eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Großrazzia gegen Banden: Führungsriege von Duisburger Hells Angels "vom Netz genommen"

Im Zusammenhang mit einer Großrazzia gegen die organisierte Kriminalität ist den Ermittlern nach eigenen Angaben ein Schlag gegen die führenden Köpfe der Rockergruppierung Hells Angels im nordrhein-westfälischen Duisburg gelungen. "Stand heute haben wir die Führungsriege vom Netz genommen, in Haft gebracht und insofern mindestens für eine sehr erhebliche Schwächung gesorgt", sagte der Duisburger Polizeipräsident Alexander Dierselhuis am Donnerstag vor Journalisten. Nun müsse verhindert werden, dass neue Ersatzstrukturen entstünden.

Exfreund aus Habgier ermordet: Lebenslange Haft in Hamburg

Weil sie ihren Expartner aus Habgier tötete, hat das Landgericht Hamburg eine 42-Jährige zu lebenslanger Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Mordes, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag in der Hansestadt mitteilte. Demnach sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die Frau ihren Exfreund im Februar getötet hatte.

Prozess um Dreifachmord in Deggendorf: Angeklagter kündigt Einlassung an

Vor dem Landgericht im bayerischen Deggendorf hat am Donnerstag ein Dreifachmordprozess gegen den 38 Jahre alten Martin L. begonnen, der unter Drogen zwei Nachbarinnen und einen Nachbarn getötet haben soll. Der Angeklagte kündigte nach Verlesung der Anklage über seine Verteidigung an, sich im späteren Prozessverlauf zu den Tatvorwürfen äußern zu wollen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Zunächst machte er demnach aber noch keine Angaben.

US-Todeskandidatin Pike wird nach gescheiterter Hinrichtung im Krankenhaus behandelt

Nachdem die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike am Mittwoch (Ortszeit) zwei Hinrichtungsversuche überlebt hat, wird die 50-Jährige nach Angaben ihrer Anwälte in einem Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand sei ihnen nicht mitgeteilt worden, teilten Pikes Verteidiger mit. Der Gouverneur von Tennessee setzte den Vollzug von Todesstrafen bis zum Ende aus und ordnete eine Untersuchung an. Die Organisation Death Penalty Information Center (DPIC) bezeichnete Pikes Fall als "den schlimmsten", den sie je verzeichnet habe.

Textgröße ändern: