The National Times - Magersüchtige Tochter stirbt: Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Magersüchtige Tochter stirbt: Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt


Magersüchtige Tochter stirbt: Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
Magersüchtige Tochter stirbt: Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Schweinfurt hat ein Elternpaar wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, dessen 16 Jahre alte Tochter an den Folgen ihrer Magersucht starb. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte, sah das Gericht aber von einer Strafe für die Eltern ab. Das ist möglich, wenn die Folgen der Tat, die den Täter trafen, so schwer sind, dass die Verhängung einer Strafe offensichtlich verfehlt wäre.

Textgröße ändern:

Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat statt als fahrlässige Tötung als versuchten Totschlag bewertet und eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren zur Bewährung gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die vor knapp zwei Jahren gestorbene Tochter litt seit längerem an Magersucht. Kurz vor ihrem Tod Ende 2022 erkrankte sie außerdem an Corona und einem Magen-Darm-Virus. Als es ihr in ihrer Todesnacht schlechter ging, alarmierten die Eltern den Notarzt, der die Jugendliche aber nicht mehr retten konnte.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Nach verheerenden Waldbränden: Algeriens Unterhaus billigt Todesstrafe für Brandstifter

Wenige Wochen nach den tödlichen Waldbränden im Nordosten Algeriens hat das Parlament in Algier eine Ausweitung der Todesstrafe auf Brandstiftung beschlossen. Die Abgeordneten im Unterhaus billigten am Donnerstag eine Änderung des Strafgesetzbuchs, nach der die Todesstrafe künftig für das vorsätzliche Inbrandsetzen von Wäldern, Waldflächen sowie bepflanzten oder unbepflanzten Feldern verhängt werden kann.

Nach gescheiterter Hinrichtung: UN-Kommissar Türk fordert Gnade für Christa Pike

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer Frau im US-Bundesstaat Tennessee hat UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk Gnade für Christa Pike gefordert. "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz", erklärte Türk am Donnerstag im Onlinedienst X. Er appellierte an die Behörden, auf die Hinrichtung der zum Tode verurteilten Mörderin zu verzichten.

Naomi Campbell wehrt sich erfolgreich gegen Vorwurf der Veruntreuung von Spenden

Das frühere Top-Model Naomi Campbell ist erfolgreich juristisch gegen die Entscheidung einer britischen Aufsichtsbehörde vorgegangen, die Campbell wegen mutmaßlicher Veruntreuung von Spendengeldern für fünf Jahre die Leitung von Wohltätigkeitsorganisationen untersagt hatte. Ein britisches Gericht befand am Donnerstag, in der von Campbell gegründeten Wohltätigkeitsorganisation Fashion for Relief habe es tatsächlich Missmanagement gegeben, die 56-Jährige sei aber darin "nicht verwickelt" gewesen und habe nichts davon gewusst.

Textgröße ändern: