The National Times - Verwaltungsgericht: Schulverweis nach Ausspionieren von Lehrerkanal rechtens

Verwaltungsgericht: Schulverweis nach Ausspionieren von Lehrerkanal rechtens


Verwaltungsgericht: Schulverweis nach Ausspionieren von Lehrerkanal rechtens
Verwaltungsgericht: Schulverweis nach Ausspionieren von Lehrerkanal rechtens / Foto: © AFP/Archiv

Der Verweis eines Schülers vom Gymnasium wegen des Ausspionierens von Lehrern und Schulleitung ist rechtens. Die Verhängung der Ordnungsmaßnahme durch die Schule wurde vom Berliner Verwaltungsgericht im Eilverfahren gebilligt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Den Eilantrag hatte einer von drei beschuldigten Schüler gestellt. Er besuchte bislang das dritte Kurshalbjahr der gymnasialen Oberstufe eines Berliner Gymnasiums. Laut Gericht manipulierte er gemeinsam mit zwei Mitschülern einen Schulrechner, so dass er über Monate Informationen im internen Lehrerkanal mitlesen und organisatorische Daten der Schulleitung abrufen konnte.

Dieses Vorgehen stellt aus Sicht des Gerichts ein schweres Fehlverhalten dar. Der Schüler sei mit krimineller Energie vorgegangen und habe das schulische Vertrauen in seine Integrität "nachhaltig und irreparabel" zerstört. Die Entscheidung der Schule für den Schulwechsel sei daher nicht zu beanstanden. Auch angesichts der Tatsache, dass der Schüler kurz vor dem Abitur steht, ist die Maßnahme laut Gericht verhältnismäßig, weil sich der Antragsteller gegenüber den Vorwürfen "völlig uneinsichtig" zeigte.

L.Graham--TNT

Empfohlen

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Nach verheerenden Waldbränden: Algeriens Unterhaus billigt Todesstrafe für Brandstifter

Wenige Wochen nach den tödlichen Waldbränden im Nordosten Algeriens hat das Parlament in Algier eine Ausweitung der Todesstrafe auf Brandstiftung beschlossen. Die Abgeordneten im Unterhaus billigten am Donnerstag eine Änderung des Strafgesetzbuchs, nach der die Todesstrafe künftig für das vorsätzliche Inbrandsetzen von Wäldern, Waldflächen sowie bepflanzten oder unbepflanzten Feldern verhängt werden kann.

Textgröße ändern: