The National Times - Unterbringung in Prozess um Messerangriff auf Vierjährige in Supermarkt

Unterbringung in Prozess um Messerangriff auf Vierjährige in Supermarkt


Unterbringung in Prozess um Messerangriff auf Vierjährige in Supermarkt
Unterbringung in Prozess um Messerangriff auf Vierjährige in Supermarkt / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um einen Messerangriff auf eine Vierjährige in einem Supermarkt im baden-württembergischen Ravensburg hat das dortige Landgericht die dauerhafte Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der 34-Jährige litt zum Tatzeitpunkt an einer paranoiden Schizophrenie und war schuldunfähig, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die Tat wurde als versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung gewertet.

Textgröße ändern:

In der wahnhaften Überzeugung, Gott habe ihm befohlen, ein Kind zu töten, hatte er nach Ansicht der zuständigen Kammer im April mit einem mitgebrachten Küchenmesser mindestens dreimal unvermittelt von hinten auf das Mädchen eingestochen. Es wurde lebensgefährlich am Bauch verletzt und musste notoperiert werden.

Die Mutter des Mädchens und ein Kunde griffen ein und konnten weitere Stiche verhindern. Der 34-Jährige wurde wenig später in einer nahen Obdachlosenunterkunft festgenommen. Nach Angaben des Gerichts gestand der Mann die Vorwürfe im Prozess.

Durch die psychische Erkrankung des Manns sei mit weiteren erheblichen Straftaten zu rechnen, befand das Gericht. Er gilt als demnach gefährlich für die Allgemeinheit. Alle Prozessbeteiligten verzichteten auf Rechtsmittel, das Urteil ist damit rechtskräftig.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Textgröße ändern: