The National Times - Senioren in Schleswig-Holstein durch Schockanruf um hunderttausend Euro betrogen

Senioren in Schleswig-Holstein durch Schockanruf um hunderttausend Euro betrogen


Senioren in Schleswig-Holstein durch Schockanruf um hunderttausend Euro betrogen
Senioren in Schleswig-Holstein durch Schockanruf um hunderttausend Euro betrogen / Foto: © AFP/Archiv

Ein Seniorenehepaar aus Schleswig-Holstein hat Betrügern während eines Schockanrufs Geld und Gold im Wert von etwa hunderttausend Euro übergeben. Wie die Polizei in Flensburg am Donnerstag mitteilte, spielten die Täter den Eheleuten am Telefon vor, dass deren Sohn einen tödlichen Autounfall verursacht habe und nun eine hohe Kaution stellen müsse.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei hielten die Täter den Schockanruf am Mittwoch über einen Zeitraum von etwa zweieinhalb Stunden permanent aufrecht, wobei sich ein Anrufer als angeblicher Polizist ausgab. Nachdem das Ehepaar zunächst mehrere tausend Euro Bargeld und Goldmünzen an der eigenen Haustür an einen Abholer übergab, forderte der Anrufer mehr. Der Ehemann ging daraufhin zur Bank, um zusätzliche Vermögenswerte zu holen. Auch diese wurden übergeben.

Danach beendeten die unbekannten Täter das Gespräch abrupt, woraufhin das Ehepaar den Betrug bemerkte. Die Polizei ermittelt und sucht unter anderem Zeugen, die den Abholer sahen. Angaben zum Alter der Opfer machten die Beamten nach eigenen Angaben zum Schutz der Identität nicht. Zugleich rieten sie erneut zu Misstrauen bei angeblichen Behördenanrufen, vor allem bei Geldforderungen. Die Polizei etwa frage niemals am Telefon nach Geld.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Textgröße ändern: