The National Times - Zerstückelte Leiche in Rhein entsorgt: Prozess in Baden-Württemberg begonnen

Zerstückelte Leiche in Rhein entsorgt: Prozess in Baden-Württemberg begonnen


Zerstückelte Leiche in Rhein entsorgt: Prozess in Baden-Württemberg begonnen
Zerstückelte Leiche in Rhein entsorgt: Prozess in Baden-Württemberg begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Weil er einen Mann erschossen und dessen zerteilte Leiche im Rhein im südlichen Baden-Württemberg entsorgt haben soll, muss sich seit Montag ein Angeklagter vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 58-jährigen Angeklagten Totschlag vor. Er soll sein Opfer, einen 38-jährigen Tunesier, im Dezember bei einem Streit erschossen und die Leiche mit einer Machete zerlegt haben.

Textgröße ändern:

Der Mann legte während der Ermittlungen bereits ein umfassendes Geständnis ab. Laut Anklage soll der 58-Jährige den 38-Jährigen am 23. Dezember in einer Unterkunft in der Gemeinde Rickenbach erschossen haben. Der Tunesier starb noch am Tatort. Der Geschädigte soll den Angeklagten zuvor beleidigt haben.

Am nächsten Tag soll der Angeklagten den Leichnam in einem Waldstück abgelegt haben. Später habe er die Leiche mit der Machete in sechs Teile zerlegt und die in Maschendraht eingewickelten Leichenteile in den Rhein geworfen.

Ein Taucher stieß im April auf Teile der Leiche im Bereich Breisach im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Nach Aufnahme umfangreicher Ermittlungen stellte sich der Angeklagte und gestand die Tötung. Er gab laut Staatsanwaltschaft an, der 38-Jährige habe ihn bedroht und er habe deshalb auf diesen geschossen. Das Gericht setzte Verhandlungstage bis Mitte November fest.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Textgröße ändern: