The National Times - Polnisch-stämmiger US-Polizist trifft Ex-Präsidenten Walesa mit Reifenpanne

Polnisch-stämmiger US-Polizist trifft Ex-Präsidenten Walesa mit Reifenpanne


Polnisch-stämmiger US-Polizist trifft Ex-Präsidenten Walesa mit Reifenpanne
Polnisch-stämmiger US-Polizist trifft Ex-Präsidenten Walesa mit Reifenpanne / Foto: © Connecticut State Police/AFP

"Man weiß nie, wen man als State Trooper so alles trifft", scherzte die Polizei des US-Bundesstaates Connecticut am Donnerstag auf Facebook. Im Fall des 35-jährigen Polizisten Lukasz Lipert war es der Ex-Präsident seines Geburtslandes Polen, Lech Walesa. Der 78-jährige, erste demokratisch gewählte Staatschef Polens war auf dem Highway 84 bei Hartford mit einer Reifenpanne liegen geblieben.

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Nach Angaben der Polizei wurden die State Trooper am Mittwoch zu dem liegengebliebenen Geländewagen gerufen. Als sie vor Ort ankamen, erkannten sie den Beifahrer mit dem charakteristischen Schnurrbart als Nobelpreisgewinner und polnischen Ex-Präsidenten. Die Kollegen riefen daraufhin Lipert, der mit 18 Jahren aus Polen in die USA gekommen war, zur Verstärkung.

Walesa wurde in den 80er Jahren zur Ikone des Widerstands gegen die kommunistische Herrschaft. Der Elektriker aus der Hafenstadt Danzig wurde Anführer der Gewerkschaft Solidarnosc und für seinen friedlichen Protest 1983 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bei den ersten demokratischen Wahlen in Polen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde er dann zum Staatspräsidenten gewählt.

Lipert "war mehr als dankbar für die Gelegenheit, einer so einflussreichen Person zu helfen und kurz mit ihm über die Geschichte Polens zu sprechen", erklärte die Polizei auf Facebook. "Es war definitiv eine großartige Gelegenheit, den Mann zu treffen, der in diesen Zeiten eine wichtige Stimme hatte", sagte Lipert der Zeitung "Hartford Courant".

In den USA hielt sich Walesa den Angaben der Polizei zufolge auf, um Hilfe für ukrainische Flüchtlinge in Polen zu organisieren. In Connecticut, wo viele polnisch- und ukrainisch-stämmige Menschen leben, traf er demnach unter anderem Gouverneur Ned Lamont.

C.Bell--TNT

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