The National Times - Prozess um illegales Hawala-Banking in hundertfachem Millionenwert in Köln

Prozess um illegales Hawala-Banking in hundertfachem Millionenwert in Köln


Prozess um illegales Hawala-Banking in hundertfachem Millionenwert in Köln
Prozess um illegales Hawala-Banking in hundertfachem Millionenwert in Köln / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Landgericht Köln hat am Dienstag ein Prozess um verbotene internationale Geldtransfers in hundertfacher Millionenhöhe begonnen. Angeklagt ist ein 38-Jähriger wegen Geldwäsche, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Er soll sich spätestens im April 2019 einer Gruppe angeschlossen haben, die das in Deutschland verbotene Hawala-Banking betrieb.

Textgröße ändern:

Dabei wird anonym gegen eine Provision Geld ins Ausland transferiert. Ein- und Auszahlungen können an beliebigen Orten auch außerhalb der Europäischen Union erfolgen. Auf diese Weise können Geldflüsse anonymisiert und die Herkunft der Gelder verschleiert werden.

Einzahlern sei es in diesem konkreten Fall möglich gewesen, in Deutschland Geld an Kuriere oder an Annahmestellen abzugeben, um Auszahlungen in der Türkei zu veranlassen. Mit dem an den Annahmestellen abgegebenen Geld seien Altgold und Edelmetalle gekauft worden, die anschließend in die Türkei gebracht und dort verkauft worden seien.

Spätestens ab Mai 2019 soll der Angeklagte eine dieser Abgabestellen betrieben haben. Zwischen Mai 2019 und Dezember 2020 soll er Zahlungstransfers in Höhe von mindestens 348 Millionen Euro abgewickelt haben. Bei den Transfers von rund 150 Millionen Euro davon sei er persönlich mit der Abwicklung befasst gewesen.

Für seine Dienstleistungen soll er 750.000 Euro Provision bekommen haben. Die Anklage wirft dem Mann zudem vor, im Dezember 2022 eine Maschinenpistole bei sich gehabt zu haben. Bis Mitte Oktober sind für den Prozess noch sechs weitere Verhandlungstermine angesetzt.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Schleuser in Bayern zu drei Jahren Haft verurteilt

Wegen des Einschleusens von Ausländern aus Ungarn nach Deutschland ist ein Ukrainer zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht im bayerischen Landshut sprach den 38-Jährigen des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in vier Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.

Hamburger Volksentscheid über Grundeinkommen wird nicht wiederholt

Der Hamburger Volksentscheid über ein Grundeinkommen wird nicht wiederholt. Das Verfassungsgericht der Hansestadt wies am Freitag die Anträge mehrerer Bürgerinnen und Bürger zurück. Der Volksentscheid sah ein dreijähriges Modellprojekt für ein Grundeinkommen vor, im Oktober 2025 lehnte eine Mehrheit das aber ab.

Tötung von Flugbegleiterin in Bonn vor 34 Jahren: BGH bestätigt Mordurteil

34 Jahre nach der Tötung einer Frau in Bonn ist der Täter rechtskräftig wegen Mordes verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte das Urteil des Bonner Landgerichts vom März weitgehend, wie er am Freitag mitteilte. Der Angeklagte hatte in dem Prozess in Nordrhein-Westfalen gestanden, die 29-jährige Frau im Oktober 1992 in ihrer Wohnung vergewaltigt und getötet zu haben. (Az. 2 StR 377/26)

Textgröße ändern: