The National Times - Nach Nordkorea übergetretener US-Soldat bekennt sich der Fahnenflucht schuldig

Nach Nordkorea übergetretener US-Soldat bekennt sich der Fahnenflucht schuldig


Nach Nordkorea übergetretener US-Soldat bekennt sich der Fahnenflucht schuldig
Nach Nordkorea übergetretener US-Soldat bekennt sich der Fahnenflucht schuldig / Foto: © AFP/Archiv

Der wegen einer Übertretung nach Nordkorea angeklagte US-Soldat Travis King hat sich bei einem Gerichtsverfahren in seiner Heimat der Fahnenflucht schuldig bekannt. Das Gericht verurteilte ihn zu zwölf Monaten Haft, die der Ex-Soldat aufgrund seines Schuldeingeständnisses sowie wegen der bereits verbüßten Haftstrafe und guter Führung nicht antreten muss, wie Kings Anwalt am Freitag (Ortszeit) mitteilte. "Travis ist jetzt frei und wird nach Hause zurückkehren", hieß es.

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King war in insgesamt 14 Punkten vor einem Militärgericht angeklagt. Neben der Fahnenflucht bekannte er sich zu vier weiteren Punkten schuldig, darunter Ungehorsam, wie sein Anwalt mitteilte. Das Gericht sprach ihn laut Armeeangaben im Rahmen einer Einigung von allen Anklagepunkten frei.

"Travis King hatte im Laufe seines Lebens mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen, darunter eine schwierige Erziehung, ein kriminelles Umfeld und Probleme mit der psychischen Gesundheit", erklärte sein Anwalt. "All diese Faktoren haben die Schwierigkeiten, die er beim Militär hatte, noch verstärkt."

King war bis zum Sommer 2023 in Südkorea stationiert. Wegen der Verwicklung in eine Schlägerei, einer Auseinandersetzung mit der Polizei und einem Gefängnisaufenthalt in Südkorea sollte er damals eigentlich in die USA geflogen werden. Er konnte sich aber vom Flughafen absetzen und einer Besichtigungstour an der Demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea anschließen. Dort, wo die hoch gesicherte Grenze zwischen beiden Ländern nur durch eine niedrige Betonmauer markiert wird, trat er über die Grenze. Pjöngjang lieferte ihn im September 2023 an die USA aus.

Lewis--TNT

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