The National Times - Minister: Mindestens acht Tote und 2750 Verletzte bei Pager-Explosionen im Libanon

Minister: Mindestens acht Tote und 2750 Verletzte bei Pager-Explosionen im Libanon


Minister: Mindestens acht Tote und 2750 Verletzte bei Pager-Explosionen im Libanon
Minister: Mindestens acht Tote und 2750 Verletzte bei Pager-Explosionen im Libanon / Foto: © AFP

Bei der massenhaften Explosion von Pagern im Libanon sind nach Regierungsangaben am Dienstag acht Menschen getötet und 2750 weitere verletzt worden. Unter den acht Toten sei auch ein Mädchen, sagte der libanesische Gesundheitsminister Firass Abiad bei einer Pressekonferenz. Die meisten Betroffenen hätten Verletzungen "im Gesicht, an der Hand, am Bauch oder sogar an den Augen" erlitten. Mehr als 200 von ihnen schwebten demnach in Lebensgefahr.

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Nach Angaben aus dem Umfeld der gegen Israel kämpfenden pro-iranischen Hisbollah-Miliz richteten sich die Explosionen der Funkmeldeempfänger gegen ihre Mitglieder. Die Hisbollah kündigte an, eine "umfassende sicherheitspolitische und wissenschaftliche Untersuchung" der "zeitgleichen" Explosionen vorzunehmen.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete unterdessen, auch der iranische Botschafter in Beirut, Modschtaba Amani, gehöre zu den zahlreichen Verletzten durch die Pager-Explosionen. Die Verletzungen des 61-Jährigen seien aber nur "oberflächlich" und er sei bei Bewusstsein.

Amani habe dem Sender selbst mitgeteilt, dass es ihm trotz der Verletzung gut gehe und "keinerlei Gefahr" für ihn bestehe, berichtete das Staatsfernsehen weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass der explodierte Pager einem von Amanis Leibwächtern gehört habe.

Eine Quelle aus dem Hisbollah-Umfeld sagte, die Vorfälle seien die Folge eines Eindringens Israels in das Kommunikationssystem der Miliz. In einem Bericht der libanesischen Nachrichtenagentur ANI war von einem "beispiellosen feindlichen Sicherheitsvorfall" die Rede, bei dem in mehreren Regionen tragbare Pager explodiert seien. Israel äußerte sich zunächst nicht zu den Explosionen.

Die israelische Regierung hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie ihre Kriegsziele auf den Konflikt mit der Hisbollah im Libanon ausgeweitet habe. Die Regierung habe die Kriegsziele aktualisiert und um die "sichere Rückkehr der Bewohner des Nordens in ihre Häuser" erweitert, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit.

Seit dem Beginn des Krieges im Gazastreifen haben auch die Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der mit der Hamas verbündeten Hisbollah im Libanon zugenommen. Zehntausende Menschen auf beiden Seiten der Grenze mussten fliehen. Der israelische Verteidigungsminister Joav Gallant hatte am Montag erklärt, "militärisches Handeln" sei "der einzige verbliebene Weg, die Rückkehr der nordisraelischen Gemeinden sicherzustellen".

D.Kelly--TNT

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