The National Times - Prozess: Berliner Polizisten sollen bei vorgetäuschter Kontrolle Geld eingesteckt haben

Prozess: Berliner Polizisten sollen bei vorgetäuschter Kontrolle Geld eingesteckt haben


Prozess: Berliner Polizisten sollen bei vorgetäuschter Kontrolle Geld eingesteckt haben
Prozess: Berliner Polizisten sollen bei vorgetäuschter Kontrolle Geld eingesteckt haben / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie bei einer vorgetäuschten Kontrolle eine größere Summe Bargeld für sich behalten haben sollen, müssen sich zwei Polizisten vor dem Berliner Landgericht verantworten. Den 45 und 48 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, im Juli 2023 ein Fahrzeug auf der Berliner Stadtautobahn aus dem Verkehr gezogen zu haben, obwohl sie außer Dienst waren, wie es in der am Montag verlesenen Anklageschrift hieß.

Textgröße ändern:

In dem Auto entdeckten sie laut Staatsanwaltschaft eine Summe zwischen 55.000 und 60.000 Euro sowie zwei Mobiltelefone, welche die Männer für sich behielten. Bei der Kontrolle trugen sie gut sichtbar die Dienstwaffe und legten dem Geschädigten Handschellen an. Um den Anschein einer tatsächlichen Kontrolle zu wahren, stellten sie dem Geschädigten ein sogenanntes Sicherstellungsprotokoll aus, das allerdings fehlerhaft und unvollständig war. Außerdem kündigten sie eine Durchsuchung bei dem Geschädigten an, um glaubhaft zu wirken.

Der 48-jährige Angeklagte wurde bereits kurz nach der Tat festgenommen, von einer Untersuchungshaft aber verschont. Dem 45-Jährigen kamen die Ermittler erst im Mai 2024 auf die Spur. Nach rund fünf Wochen Untersuchungshaft kam auch er wieder auf freien Fuß. Die beiden Angeklagten machten am ersten Prozesstag zunächst keine Angaben zu den Vorwürfen.

Allerdings übte die Verteidigung Kritik an der Staatsanwaltschaft. Der Geschädigte habe zunächst von einer Summe zwischen 55.000 und 60.000 Euro gesprochen, später von 357.000 Euro. Statt diese Angaben zu überprüfen oder ein Geldwäscheverfahren gegen den Mann anzustrengen, bringe die Ermittlungsbehörde medienträchtig zwei unbescholtene Polizeibeamte vor Gericht.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: