The National Times - Anklage: Manager soll Firma wegen Luxus um Millionenbetrag gebracht haben

Anklage: Manager soll Firma wegen Luxus um Millionenbetrag gebracht haben


Anklage: Manager soll Firma wegen Luxus um Millionenbetrag gebracht haben
Anklage: Manager soll Firma wegen Luxus um Millionenbetrag gebracht haben / Foto: © AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 48-Jährigen erhoben, der seinen Arbeitgeber wegen Luxusausgaben um einen Millionenbetrag gebracht haben soll. Der Manager steht im Verdacht, auf Kosten eines Unternehmens für Fleischersatzprodukte etwa Privatjets und ein Luxusapartment angemietet zu haben, wie die Anklagebehörde am Dienstag mitteilte. Insgesamt geht es um 1,4 Millionen Euro.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge arbeitete sich der Mann in der Lebensmittelbranche seit seiner Ausbildung stetig hoch. Nach seinem Realschulabschluss und einer Ausbildung zum Verkäufer bei einer Supermarktkette sei er zuletzt als Großkundenbetreuer und sogenannter General Manager tätig gewesen. Für das auf pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte spezialisierte Unternehmen habe er für ein Jahresbruttogehalt von hunderttausend Euro das Geschäft in Deutschland und Österreich weiter aufbauen sollen.

Die ihm hierfür erteilte Prokura soll er den Vorwürfen zufolge missbraucht haben. Konkret habe er die Prokura zwischen Dezember 2021 und März 2022 für die Buchung von Privatjetflügen und die Anmietung eines Luxusapartments genutzt. Allein dadurch sei er einen Schaden von mehr als 600.000 Euro verursacht worden.

Durch das Einreichen von 20 gefälschten Rechnungen von Supermarktketten bei seinem Arbeitgeber soll er diesen außerdem dazu gebracht haben, mehr als 700.000 Euro auf ihm gehörende Konten zu überweisen. Das Unternehmen sei davon ausgegangen, dass die Zahlungen an die Rechnungssteller erfolgen würden.

Um den Anschein zu wahren, dass es sich um echte Verträge handle, habe er zudem Scheinverkäufe im Wert von mehr als 33.000 getätigt. Dadurch habe das Fleischersatzunternehmen auch tatsächlich Waren geliefert - also ohne vertragliche Grundlage.

Die Supermarktketten verweigerten die Annahme letztlich. Zudem wird dem Mann vorgeworfen, über eine Firmenkreditkarte mehrere tausend Euro abgehoben oder für Privatkäufe verwendet zu haben. Er habe unter anderem zwei hochpreisige Kaffeevollautomaten gekauft.

Dem 48-Jährigen werden demnach gewerbsmäßige Untreue in 21 Fällen und gewerbsmäßiger Betrug in 16 Fällen vorgeworfen. Derzeit sitzt er wegen eines anderen Betrugsverfahrens eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten ab. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Berlin.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: