The National Times - Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen

Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen


Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen
Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen / Foto: © AFP

Eine Woche nach tödlichen Schüssen bei einer Verkehrskontrolle in Paris haben hunderte französische Polizisten an Protestaktionen für einen Kollegen teilgenommen, gegen den nun wegen Totschlags ermittelt wird. Allein in Paris folgten am Montag rund 300 Polizistinnen und Polizisten einem Aufruf mehrerer Polizeigewerkschaften und versammelten sich im Stadtzentrum in der Nähe des Tatorts. Proteste gab es auch in anderen Städten wie Straßburg, Rennes, Lille und Toulouse.

Textgröße ändern:

"So hätte es enden können - Notwehr für unseren Kollegen", stand auf Plakaten mit Bildern eines Leichnams in einer Leichenhalle oder eines mit der französischen Flagge bedeckten Sargs. "Wenn er nicht geschossen hätte, hätte er getötet werden können. Er hat seine Kollegen gerettet und so wird ihm nun gedankt", sagte der Gewerkschaftssekretär Yvan Assioma in Paris.

Der 24-jähriger Polizist hatte in der Nacht vom 24. auf den 25. April in Paris mit einem Sturmgewehr auf ein Auto geschossen, das bei einer Verkehrskontrolle an der Brücke Pont-Neuf plötzlich auf die Polizisten zugefahren war. Der Fahrer und ein Beifahrer wurden dabei getötet, ein dritter Insasse des Wagens verletzt.

Die französische Justiz ermittelt gegen den Polizisten nun wegen Totschlags im Fall des Fahrers und wegen fahrlässiger Tötung im Fall des Beifahrers. Nach Angaben aus Justizkreisen wurde sein Verhalten nicht als Notwehr eingestuft.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Tatverdächtiger nach tödlichem Raubüberfall auf 84-Jährige in Hannover ermittelt

Rund vier Wochen nach einem tödlichen Raubüberfall auf eine 84-Jährige in Hannover ist ein Verdächtiger ermittelt worden. Es handle sich um einen derzeit in anderer Sache in Haft sitzenden 29-Jährigen, wie die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch mitteilte. Intensive Ermittlungen hätten zu ihm geführt, hieß es. Ihm wird ein Raub mit Todesfolge zur Last gelegt.

Seit Tagen vermisster Taucher tot aus Starnberger See geborgen

Einsatzkräfte haben aus dem Starnberger See die Leiche eines tagelang vermissten Tauchers geborgen. Wie er zu Tode kam, war zunächst unklar, wie die Polizei in Ingolstadt am Mittwoch erklärte. Hinweise auf ein Verbrechen gab es demnach aber nicht. Der 63-Jährige war seit Samstag vermisst worden. Er war mit zwei Freunden an der Allmannshauser Steilwand, einem beliebten Tauchziel, unterwegs.

Quecksilberverdacht in Paketzustellzentrum bei Rostock: Proben werden untersucht

Nach der Räumung eines Paketzustellzentrums in Mecklenburg-Vorpommern wegen eines Quecksilberverdachts ist das Gebäude im Ort Leizen zunächst weiter gesperrt geblieben. Spezialkräfte der Feuerwehr nahmen Proben eines möglicherweise gefährlichen Stoffs, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Die Proben seien zur Untersuchung in ein Labor nach Hamburg gebracht worden, das mit der Analyse begonnen habe.

Berlin: Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schusswaffenhandels

Bei Durchsuchungen wegen des Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel hat die Berliner Polizei am Mittwochmorgen mehrere Menschen festgenommen. Zudem wurden zwei scharfe Schusswaffen samt Munition gefunden, wie die Beamten mitteilten. 300 Einsatzkräfte waren stadtweit im Einsatz.

Textgröße ändern: