The National Times - Polizei startet Großeinsatz in Favelas von Rio de Janeiro

Polizei startet Großeinsatz in Favelas von Rio de Janeiro


Polizei startet Großeinsatz in Favelas von Rio de Janeiro
Polizei startet Großeinsatz in Favelas von Rio de Janeiro / Foto: © AFP

Im Kampf gegen Drogengangster und bewaffnete Milizen hat die Polizei einen neuen Großeinsatz in den Armenvierteln der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gestartet. Rund 2000 schwer bewaffnete Polizisten schwärmten nach Behördenangaben am Montag zu dem Einsatz in zehn Favelas aus. Dabei bauten sie unter anderem Straßensperren aus Beton ab, die von Kriminellen zur Kontrolle des Verkehrs errichtet worden waren.

Textgröße ändern:

"Es gibt keinen Ort, den die Behörden nicht erreichen können. Wir arbeiten daran, die Ordnung wiederherzustellen", sagte Rios Gouverneur Claudio Castro. 20 Verdächtige wurden nach seinen Angaben festgenommen.

Die Polizei schreitet immer wieder mit großer Härte in den Favelas von Rio de Janeiro ein, die als Rückzugsorte für Drogengangs und andere kriminelle Banden bekannt sind. Razzien in den Gassen-Labyrinthen der Viertel sind keine Seltenheit.

Ziel des jetzt gestarteten Einsatzes ist es laut Gouverneur Castro, einen "Krieg zwischen Drogenhändlern und Milizen im Westen Rios zu beenden". Dort kämpft das Drogenkartell Comando Vermelho mit bewaffneten Milizen um die Vorherrschaft.

Die Milizen bildeten sich vor Jahrzehnten, als frühere Polizisten und Soldaten sich zusammentaten, um Einwohnern Schutz gegen Drogengangster anzubieten. Daraus entwickelten sich mächtige kriminelle Organisationen, die Teile von Rio de Janeiro kontrollieren, Schutzgeld erpressen und im Drogen- und Waffenhandel aktiv sind.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: