The National Times - Urteil: Auslieferung von mutmaßlichem Drogenschmuggler nach Südkorea zulässig

Urteil: Auslieferung von mutmaßlichem Drogenschmuggler nach Südkorea zulässig


Urteil: Auslieferung von mutmaßlichem Drogenschmuggler nach Südkorea zulässig
Urteil: Auslieferung von mutmaßlichem Drogenschmuggler nach Südkorea zulässig / Foto: © AFP/Archiv

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Auslieferung eines mutmaßlichen Drogenschmugglers nach Südkorea für zulässig erklärt. Die dortigen Behörden hätten zugesichert, dass die Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention eingehalten würden, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Textgröße ändern:

Der Mann war im Herbst 2023 am Frankfurter Flughafen festgenommen worden, weil er von Interpol gesucht wurde. Ihm wird zur Last gelegt, in zwei Fällen versucht zu haben, Methamphetamin aus den USA per Luftpost nach Korea zu schmuggeln. Der Wert der Drogen soll bei insgesamt rund 70.000 Euro gelegen haben.

Die Auslieferung sei auch deshalb zulässig, weil die verfolgten Taten sowohl nach südkoreanischem als auch nach deutschem Recht strafbar seien, erklärte das Oberlandesgericht. Zudem drohe dem Mann im Fall einer Verurteilung in Südkorea eine Freiheitsstrafe zwischen zehn und 20 Jahren. Diese zu erwartende Strafe sei "angesichts der beiden ihm zu Last gelegten Taten nicht unerträglich", hieß es vom Gericht.

Zwar sei nach südkoreanischen Strafnormen theoretisch auch eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich, hieß es weiter. Dies sei aber nicht zu erwarten. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts fiel bereits im Januar.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: