The National Times - Verbraucherschützer kritisieren Sparkassen für Verhalten bei Prämiensparverträgen

Verbraucherschützer kritisieren Sparkassen für Verhalten bei Prämiensparverträgen


Verbraucherschützer kritisieren Sparkassen für Verhalten bei Prämiensparverträgen
Verbraucherschützer kritisieren Sparkassen für Verhalten bei Prämiensparverträgen

Im Oktober hatte der Bundesgerichtshof (BGH) im Zinsstreit über Prämiensparverträge zugunsten der Verbraucher entschieden - Verbraucherschützer haben die Sparkassen nun dafür kritisiert, ausstehenden Zinszahlungen noch immer nicht nachgekommen zu sein. Es gehe um eine Million Verträge, teilten die Bürgerbewegung Finanzwende, der Geldratgeber Finanztip sowie die Verbraucherzentrale Sachsen am Freitag mit. Bis heute hielten es "weder Sparkassen noch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband für angebracht", vorenthaltene Zinsen nachzuzahlen.

Textgröße ändern:

Beim Prämiensparen - das vor allem in den 90er- und Nullerjahren populär war - war der gezahlte Zins variabel. Wie der Zinssatz berechnet und geändert werden sollte, wurde in den Verträgen nicht genau beschrieben. Der jeweils aktuelle Satz wurde durch einen Aushang bekanntgegeben. So war es der Bank möglich, ihn einseitig anzupassen.

Der BGH urteilte dazu im Herbst, dass für die Berechnung der Zinsen bei alten Verträgen ein Referenzzinssatz gerichtlich festgelegt werden müsse. Dabei müsse die Bank einen relativen Abstand zum Referenzzinssatz halten und den Zinssatz monatlich anpassen, entschied der BGH. Die Regelungslücke müsse geschlossen werden.

Sparkassen hätten also "über viele Jahre sehr oft weniger Zinsen gezahlt als den Sparern zustehen", erinnerte das Aktionsbündnis nun am Freitag. Es sei "überfällig", dass die betroffenen Sparkassen die ausstehenden Zinsen aus den Langzeitsparverträgen zahlten.

"Enttäuscht oder ohnmächtig gegenüber den großen Anbietern" zeigten sich viele der meist betagten Verbraucher in der Beratung, erklärte die Verbraucherzentrale Sachsen. Es gehe dabei "nicht um Peanuts", sondern um im Schnitt 3600 Euro pro Vertrag. Die Verbraucherschützer starteten zudem eine Online-Petition, mit der die Sparkassen sowie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband dazu aufgerufen werden, die ausstehenden Zinsen zu zahlen.

F.Hammond--TNT

Empfohlen

Mann erschießt kanadische Touristin in Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko

Ein Mann hat in der Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko eine kanadische Touristin erschossen. Mindestens sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden am Montag (Ortszeit) mit. Der Angreifer habe sich anschließend das Leben genommen. Unter den Verletzten befindet sich auch ein kolumbianisches Kind. Zuvor war von vier Verletzten die Rede gewesen.

Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Regierung einen "systematischen Angriff" auf die Menschenrechte vorgeworfen. Verantwortlich für die aktuelle weltweite Menschenrechtskrise seien "Regierungen, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen", erklärte die Organisation anlässlich ihres am Dienstag veröffentlichten Jahresberichts.

"Diffamierender" Artikel: FBI-Chef Patel reicht Verleumdungsklage gegen "The Atlantic" ein

FBI-Chef Kash Patel hat eine Verleumdungsklage gegen das US-Nachrichtenmagazin "The Atlantic" eingereicht und fordert eine Millionenentschädigung. Das Magazin habe eine Grenze überschritten, "indem es einen Artikel veröffentlicht hat, der voller falscher und offensichtlich erfundener Anschuldigungen ist", heißt es in der am Montag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage des Chefs der US-Bundespolizei. Die Anschuldigungen zielten "darauf ab, Patels Ruf zu schädigen und ihn aus seinem Amt zu vertreiben".

Musk erscheint nicht zu Anhörung in Paris wegen Kinderporno-Darstellungen auf X

US-Milliardär Elon Musk ist trotz einer Vorladung nicht zu einer freiwilligen Anhörung in Frankreich wegen kinderpornografischer Darstellungen in seinem Onlinedienst X erschienen. Die französische Staatsanwaltschaft teilte der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit, sie habe "die Abwesenheit der ersten vorgeladenen Personen zur Kenntnis genommen", ohne Musks Namen zu nennen. Kurz vor der geplanten Anhörung war Telegram-Gründer Pawel Durow Musk zur Seite gesprungen.

Textgröße ändern: