The National Times - Ermittlungen in 8600 Fällen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine

Ermittlungen in 8600 Fällen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine


Ermittlungen in 8600 Fällen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine
Ermittlungen in 8600 Fällen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine / Foto: © AFP/Archiv

Ukrainische und internationale Ermittler untersuchen nach den Worten der ukrainischen Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa inzwischen rund 8600 Fälle von mutmaßlichen Kriegsverbrechen. Mehr als 4000 weitere Fälle stünden in Zusammenhang mit Kriegsverbrechen, sagte Wenediktowa am Donnerstag der Deutschen Welle.

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Insgesamt seien mehr als 8000 Ermittler mit den Fällen befasst, darunter neben Vertretern der Staatsanwaltschaft auch Polizisten, Mitarbeiter des Geheimdienstes und Ermittler aus dem Ausland. Über die EU-Justizbehörde Eurojust seien gemeinsame Ermittlungsteams gebildet worden, sagte Wenediktowa. 14 weitere Staaten hätten zudem eigene Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufgenommen.

Nahezu alle untersuchten mutmaßlichen Kriegsverbrechen seien nach Beginn der russischen Offensive am 24. Februar begangen worden. Dazu gehörten die Tötung von Zivilisten, Angriffe auf zivile Infrastruktur, Folter und Sexualverbrechen in den von den russischen Truppe besetzten Gebieten. Untersucht werde zudem der mutmaßliche Einsatz international geächteter Munition.

Auch wenn die Ermittler keinen Zugang zu besetzten Gebieten wie Mariupol, Donezk oder Luhansk hätten, könnten sie ihren "Job machen", sagte Wenediktowa. So würden aus den Gebieten geflohene Menschen befragt und abgehörte Funkgespräche der russischen Armee ausgewertet.

L.Johnson--TNT

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