The National Times - Staat will gegen häusliche Gewalt vorgehen: Fußfesseln und Trainings

Staat will gegen häusliche Gewalt vorgehen: Fußfesseln und Trainings


Staat will gegen häusliche Gewalt vorgehen: Fußfesseln und Trainings
Staat will gegen häusliche Gewalt vorgehen: Fußfesseln und Trainings / Foto: © AFP/Archiv

Der Staat will konsequenter und härter gegen häusliche Gewalt vorgehen. "Wir müssen die Gewaltspirale stoppen", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Freitag im Anschluss an die Innenministerkonferenz (IMK) in Potsdam. Gewalttäter sollen demnach in Deutschland nach dem Vorbild Österreichs zu Antigewalttrainings verpflichtet werden, weil strafrechtliche Konsequenzen nicht ausreichten. "Wer die Trainings verweigert, der muss empfindliche Sanktionen erwarten", sagte Faeser.

Textgröße ändern:

Die Bundesinnenministerin sagte, sie sei mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FPD) im Austausch über die nötigen rechtlichen Anpassungen für ein schärferes Vorgehen. Bei den Innenministern gebe es Einigkeit, dass die Täter mit einer elektronischen Fußfessel überwacht werden sollten.

Außerdem soll für Opfer aber auch die Hemmschwelle gesenkt werden, Taten häuslicher Gewalt anzuzeigen. So sollen rund um die Uhr besetzte Schalter mit speziell geschulten Polizistinnen eingerichtet werden, wo Frauen sich hinwenden können.

Wie der IMK-Vorsitzende und brandenburgische Innenminister Michael Stübgen (CDU) sagte, wollen die Innenminister auch ein schärferes Vorgehen gegen sogenanntes Cybermobbing. Frauen, Kinder und Jugendliche seien hier besonders betroffen. Es werde eine Prüfbitte an die Justizministerkonferenz gerichtet, ein verbessertes Vorgehen gegen Cybermobbing zu ermöglichen.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: