The National Times - Urteil: Rheinland-pfälzischer Anwalt muss Postsendungen an Samstagen hinnehmen

Urteil: Rheinland-pfälzischer Anwalt muss Postsendungen an Samstagen hinnehmen


Urteil: Rheinland-pfälzischer Anwalt muss Postsendungen an Samstagen hinnehmen
Urteil: Rheinland-pfälzischer Anwalt muss Postsendungen an Samstagen hinnehmen / Foto: © AFP/Archiv

Ein Rechtsanwalt aus Rheinland-Pfalz muss Postsendungen an seine Kanzlei an Samstagen hinnehmen. Die Post durfte eine Vereinbarung, in der Samstage von der Zustellung ursprünglich ausgeschlossen waren, kündigen, wie das Landgericht Frankenthal am Mittwoch mitteilte. Es kassierte damit eine anders lautende Entscheidung der Vorinstanz. (Az.: 2 S 93/23)

Textgröße ändern:

Der Rechtsanwalt hatte von Problemen bei Postsendungen an Samstagen berichtet, die erst am folgenden Montag aus dem Briefkasten herausgeholt würden. Teilweise ragten die Briefe seinen Angaben zufolge aus dem Briefkasten heraus und könnten gestohlen werden.

Deshalb habe er in einem von der Post bereitgestellten Formular angegeben, keine Zustellung von Briefen und Paketen an Samstagen zu wünschen. Diese Abmachung sollte bis zum Widerruf durch den Anwalt gelten.

Nachdem diese Vereinbarung rund zwei Jahre lang gut ging, kam es wieder zu Samstagszustellungen. Die Post sah sich nicht mehr verpflichtet, dem Wunsch nachzukommen. Dagegen reichte der Anwalt Klage ein.

Das Amtsgericht Ludwigshafen gab der Klage in erster Instanz statt. Diese Entscheidung kassierte das Landgericht nun. Die Post habe sich zunächst wirksam dazu verpflichtet, dem Wunsch des Kunden nachzukommen, entschieden die Richter.

Diese Vereinbarung könne aber auch wirksam von Seiten der Post gekündigt werden. Der Rechtsanwalt müsse sich nun etwas einfallen lassen, um seine an Samstagen zugestellten Briefe und Pakete vor Diebstahl zu schützen.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: