The National Times - Mann betäubt und Wohnung angezündet: Mordprozess in Memmingen

Mann betäubt und Wohnung angezündet: Mordprozess in Memmingen


Mann betäubt und Wohnung angezündet: Mordprozess in Memmingen
Mann betäubt und Wohnung angezündet: Mordprozess in Memmingen / Foto: © AFP/Archiv

Im bayerischen Memmingen hat der Mordprozess gegen eine Frau begonnen, die ihren Mann zunächst betäubt und dann die gemeinsame Wohnung in Brand gesetzt haben soll. Das Motiv der 34-Jährigen soll nach der am Dienstag vor dem Landgericht verlesenen Anklage der Staatsanwaltschaft Habgier gewesen sein. Sie wollte demnach an das Geld aus der Lebensversicherung ihres Manns kommen.

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Die Tat hatte sich vor gut einem Jahr ereignet. Unter einem Vorwand soll die Angeklagte damals ihrem Mann ein Schlafmittel verabreicht haben. Anschließend soll sie mehrere Gegenstände angezündet und die gemeinsame Wohnung verlassen haben. Es entstand zwar kein offenes Feuer, aber ein Glimmbrand. Der 38 Jahre alte Ehemann starb dadurch als Folge einer Rauchgasvergiftung.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Mordmerkmale der Heimtücke und der Habgier erfüllt. Die Frau habe mit gemeingefährlichen Mitteln gehandelt und mit dem Ziel, die Lebensversicherung des Manns zu betrügen. In der Untersuchungshaft machte die Frau keine Angaben zur Sache. Das Landgericht geht von einem komplexen Indizienprozess aus, für den 75 Zeugen und sieben Sachverständige geladen sind. Außerdem werden Dolmetscher für vier Sprachen benötigt. Der Prozess ist bis Ende August terminiert.

T.F.Russell--TNT

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