The National Times - Zwei Vollzugsbeamte bei Angriff auf Gefangenen-Transporter in Frankreich getötet

Zwei Vollzugsbeamte bei Angriff auf Gefangenen-Transporter in Frankreich getötet


Zwei Vollzugsbeamte bei Angriff auf Gefangenen-Transporter in Frankreich getötet
Zwei Vollzugsbeamte bei Angriff auf Gefangenen-Transporter in Frankreich getötet / Foto: © AFP

Ein brutaler Angriff auf einen Gefangenen-Transporter schockt Frankreich: Bei dem bewaffneten Überfall wurden am Dienstag im Norden des Landes zwei Strafvollzugsbeamte getötet - und der Häftling befreit. Nach Angaben der französischen Behörden sollten die Beamten den Inhaftierten von Rouen nach Evreux bringen. An einer Mautstelle in der Normandie wurde der Transporter von mehreren Angreifern mit Schusswaffen attackiert, dem Häftling und den Tätern gelang die Flucht.

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Justizminister Éric Dupond-Moretti erklärte, bei dem Angriff in Incarville seien zwei Beamte getötet und drei weitere schwer verletzt worden. Zwei der Verletzten schwebten ihm zufolge in Lebensgefahr. Einer der Getöteten hinterlässt eine Frau und zwei Kinder, die Frau des anderen Todesopfers ist im fünften Monat schwanger. Es sei das erste Mal seit 1992, dass in Frankreich ein Gefängnisbeamter im Dienst getötet worden sei.

Der Angriff erfolgte kurz nach elf Uhr an der Mautstelle in Incarville und wurde von mehreren Tätern ausgeführt. Diese benutzten nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen zwei Fahrzeuge. Eines der Autos sei kurz nach der Tat ausgebrannt gefunden worden. Wo das Fahrzeug gefunden wurde, blieb zunächst unklar.

Der Überfall fand vor den Augen geschockter Autofahrer statt. Einige von ihnen filmten das Geschehen: Auf einem auf X verbreiteten Video ist durch die Windschutzscheibe eines Autos zu sehen, wie zwei der schwarz gekleideten Täter ihre Waffen auf den Gefängnis-Transporter richten, der von einer schwarzen Limousine blockiert wird.

Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass der Gefängniskonvoi keine Polizei-Eskorte hatte. Eine solche werde nicht "systematisch" bei solchen Transporten eingesetzt, sondern in der Regel nur auf Wunsch der Gefängnisverwaltung. Zusätzlicher Polizeischutz werde dabei in der Regel nur bei Häftlingen eingesetzt, die wegen ihrer mutmaßlichen Gefährlichkeit besonders überwacht werden. Bei dem durch das bewaffnete Kommando befreiten Häftling sei dies nicht der Fall gewesen.

Bei dem Häftling handelt es sich um einen im März 1994 geborenen Mann. Er war vor wenigen Tagen von einem Gericht in Evreux wegen "Einbruchdiebstahls" verurteilt worden. Zudem ist er in Marseille wegen "Entführung, die zum Tod führte", angeklagt.

Der Angriff sorgte landesweit für Entsetzen. Präsident Emmanuel Macron erklärte, der Angriff sei "ein Schock für uns alle". Ganz Frankreich stehe an der Seite der Hinterbliebenen, der Verletzten und ihrer Kollegen, schrieb Macron im Onlinedienst X. "Es wird alles getan, um die Täter dieses Verbrechens zu finden", fügte der Präsident hinzu. Sie würden "unerbittlich" verfolgt.

Justizminister Dupond-Moretti berief nach dem Angriff einen Krisenstab ein. Er kündigte an, "alles" dafür zu tun, um "die Täter dieses abscheulichen Verbrechens" zu finden. "Das sind Menschen, denen das Leben nichts wert ist. Sie werden festgenommen, sie werden verurteilt und sie werden für das Verbrechen, das sie begangen haben, bestraft", sagte der Minister.

Der französische Innenminister Gérald Darmanin erklärte, er habe "mehrere hundert Polizisten und Gendarmen" mobilisiert. Die Behörden setzten bei der Fahndung nach den Verdächtigen "alle Mittel" ein, "um diese Kriminellen zu finden".

A.Davey--TNT

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