The National Times - Kein Palast für Anastasia

Kein Palast für Anastasia


Kein Palast für Anastasia
Kein Palast für Anastasia / Foto: © AFP

Das Schicksal einer 17-jährigen Straßenkatze, die vor kurzem ihre Edelherberge in der malerischen Altstadt von Dubrovnik verlor, spaltet die Einwohner der kroatischen Hafenstadt. Anastasia lebte bisher in einer kleinen Holzhütte unter den Bögen des berühmten Rektorenpalasts, die ihr der Tierfreund Srdjan Kera im Stil des berühmten Palastes - halb Gotik, halb Renaissance - errichtet hatte.

Textgröße ändern:

Im Gegensatz zu vielen Touristen war die Leitung des ebenfalls in dem Palast untergebrachten Kulturhistorischen Museums wenig begeistert von der stilvollen Katzen-Unterkunft. Sie befand, die Holzhütte beeinträchtige das "einzigartige und historische Stadtbild" des mittelalterlichen Unesco-Weltkulturerbes und verlangte deren Abriss an.

Im Internet löste die Entscheidung einen Sturm der Entrüstung aus. In einer Online-Umfrage einer Lokalzeitung sprachen sich 90 Prozent der rund 4500 Teilnehmer für das Recht der kleinen Streunerin aus, ihr Nischenleben unter den Bögen des berühmten Palasts fortzusetzen.

Daraufhin eilte Bürgermeister Mato Frankovic zur Ehrenrettung des Museums: Dubrovnik gehe gut mit den vielen streunenden Katzen um, keine von ihnen müsse hungern, erklärte er. "Aber warum müssen wir sie jetzt auch noch beherbergen?"

Bei all der Aufregung ist Anastasia inzwischen zu einer Berühmtheit geworden. Sie hat unter "Kneginja Anastazija" (Prinzessin Anastasia) eine eigene Facebook-Seite sowie eine eigene Online-Petition, die den Wiederaufbau ihrer Unterkunft fordert: Bis Samstag hatten 12.000 Fans unterschrieben.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Foto zeigt damaligen Prinzen Andrew und Mandelson im Bademantel mit Epstein

In den Epstein-Akten ist offenbar erstmals ein Foto ausfindig gemacht worden, das den früheren britischen Prinzen Andrew und den einflussreichen britischen Politiker Peter Mandelson gemeinsam mit dem später verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zeigt. Der britische Fernsehsender ITV berichtete am Freitag über das undatierte Foto. Es gehört zu den Millionen rund um den Fall Epstein, die das US-Justizministerium Anfang dieses Jahres veröffentlicht hatte.

US-Richter stoppt Ermittlungen gegen Notenbankchef Powell

Ein US-Bundesrichter hat die Justizermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell vorerst gestoppt. Richter James Boasberg erklärte die Vorladung Powells durch das Justizministerium für nichtig, wie am Freitag bekannt wurde. Boasberg erklärte in einer auf den 11. März datierten Entscheidung, es gebe eine Fülle von Hinweisen, dass die Regierung Powell vorgeladen habe, um ihn "unter Druck zu setzen, für niedrigere Zinsen zu stimmen oder zurückzutreten".

Drogenboss Sebastián Marset in Bolivien gefasst und an USA übergeben

Der seit Jahren in Lateinamerika gesuchte Drogenboss Sebastián Marset ist am Freitag in Bolivien gefasst und den USA übergeben worden. Nach Angaben aus bolivianischen Regierungskreisen wurde der 34-Jährige im Morgengrauen "bei einer Polizeiaktion festgenommen". Wie im bolivianischen Fernsehen zu sehen war, übergaben ihn die Fahnder wenig später am Flughafen der Wirtschaftsmetropole Santa Cruz de la Sierra an Einsatzkräfte der US-Drogenfahndungsbehörde DEA.

Zwei Millionen Dollar Kopfgeld: Berüchtigter Drogenhändler in Bolivien gefasst

Nach jahrelanger Fahndung in ganz Lateinamerika ist der berüchtigte Drogenhändler Sebastian Marset in Bolivien gefasst worden. Der von mehreren Ländern der Region gesuchte und auch auf der US-Fahndungsliste stehende Kriminelle sei "am Freitagmorgen im Morgengrauen bei einer Polizeiaktion festgenommen" worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen. Für Hinweise auf den Drogenbaron im südlichen Südamerika war ein Kopfgeld von zwei Millionen Dollar (gut 1,7 Millionen Euro) ausgesetzt.

Textgröße ändern: