The National Times - Großeinsatz gegen Schleuser fortgesetzt: 221 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt

Großeinsatz gegen Schleuser fortgesetzt: 221 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt


Großeinsatz gegen Schleuser fortgesetzt: 221 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt
Großeinsatz gegen Schleuser fortgesetzt: 221 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt / Foto: © AFP/Archiv

Bei ihrer am Mittwoch begonnenen großangelegten Razzia gegen mutmaßliche Schleuser in mehreren Bundesländern hat die Bundespolizei bereits 221 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und mehr als 1,2 Millionen Euro in bar beschlagnahmt. Das teilten die Bundespolizeidirektion in Sankt Augustin und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Donnerstag mit. Beschlagnahmt wurden außerdem mehr als 300 Handys, Computer und Festplatten. Zehn Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft.

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Die Maßnahmen hatten am Mittwochmorgen begonnen und richten sich gegen eine Gruppierung, die wohlhabende Staatsangehörige aus China und dem arabischen Raum gegen Zahlung hoher Summen illegal eingeschleust haben soll. Für die Aussicht auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zahlten Geschleuste den Verdächtigen demnach zwischen 30.000 und 350.000 Euro.

Am Donnerstag wurde die Aktion nach Angaben der Ermittler mit weiteren Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Diese galten demnach 116 Wohnanschriften vor allem im Raum Düren, dabei waren rund 600 Beamte im Einsatz. Bei den Durchsuchungen seien mutmaßlich geschleuste Menschen sowie weiteres "umfangreiches Beweismaterial" beschlagnahmt worden, hieß es. Die Ermittlungs- und Durchsuchungsmaßnahmen dauerten weiterhin an.

Bereits am Mittwoch waren laut Ermittlern mehr als tausend Einsatzkräfte in acht Bundesländern ausgerückt und hatten unter anderem zehn Verdächtige festgenommen. Darunter befanden sich demnach zwei Rechtsanwälte aus dem Kölner Raum, die als Hauptbeschuldigte gelten. Über ihre Kanzleien sollen die Geschleusten angeworben worden sein. Unter den Festgenommen befand sich zudem ein mutmaßlich bestochener Mitarbeiter des Landkreises Düren.

Ermittelt wird in dem Tatkomplex nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei gegen insgesamt 38 mutmaßliche Mitglieder der Gruppierung sowie 147 mutmaßlich von diesen eingeschleuste Menschen. Die Ermittler selbst bezeichneten die Maßnahmen am Donnerstag als erfolgreich. "Es wurde umfangreich vielversprechendes Beweismaterial sichergestellt", erklärte der für das Verfahren zuständige Staatsanwalt Hendrik Timmer.

W.Phillips--TNT

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