The National Times - Zweiter Arbeiter nach Betriebsunfall in Gasgrube in Siegen gestorben

Zweiter Arbeiter nach Betriebsunfall in Gasgrube in Siegen gestorben


Zweiter Arbeiter nach Betriebsunfall in Gasgrube in Siegen gestorben
Zweiter Arbeiter nach Betriebsunfall in Gasgrube in Siegen gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem schweren Betriebsunfall in einer Stahlfirma im nordrhein-westfälischen Siegen ist ein zweiter Arbeiter gestorben. Ein 33-Jähriger erlag am Montagabend seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Ein dritter, 47 Jahre alter Mann, war unterdessen außer Lebensgefahr.

Textgröße ändern:

Der Unfall ereignete sich am Sonntagabend in einer Grubenanlage, in der Stahl mithilfe verschiedener Gase gehärtet wird. Ein 27-Jähriger kletterte demnach in die Anlage, um diese vor dem Brennprozess zu reinigen und brach dann darin zusammen. Er starb noch vor Ort. Der 33-Jährige sowie der 47-Jährige stiegen anschließend nacheinander in die Anlage, um zu helfen. Beide brachen dort ebenfalls zusammen und wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Ersten Erkenntnissen zufolge könnte sich während der Vorbereitungsarbeiten noch beziehungsweise schon Gas in der Grube befunden haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Obduktion der beiden Verstorbenen. Die Ermittler erhoffen sich hiervon weitere Aufschlüsse zum Unfallgeschehen.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Bundesweiter "Ehrentag" für ziviles Engagement - Anregung von Steinmeier

Auf Anregung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Samstag erstmals der "Ehrentag" begangen. Bundesweit laden Initiativen, Vereine, Verbände und Nachbarschaften dazu ein, gemeinsam mit anzupacken und sich für die Gemeinschaft zu engagieren. Die Aktion soll allen Interessierten die Möglichkeit geben, in ein neues Ehrenamt hineinzuschnuppern. Der "Ehrentag" wird am 23. Mai begangen, weil an diesem Tag im Jahr 1949 das Grundgesetz verabschiedet wurde.

US-Strafverfahren gegen Migranten Ábrego García eingestellt

Das umstrittene US-Strafverfahren gegen den salvadorianischen Migranten Kilmar Ábrego García, der im vergangenen Jahr im Zentrum eines erbitterten Abschiebestreits stand, ist eingestellt worden. US-Bundesrichter Waverly Crenshaw urteilte am Freitag, die Anklage gegen Ábrego García wegen angeblichen Menschenschmuggels habe einen "Missbrauch von staatsanwaltschaftlicher Macht" dargestellt.

Mädchen im Baggersee ertrunken: Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Nach dem Tod zweier Schwestern in einem Baggersee in Schweinfurt sind die Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Von der Verhängung einer Strafe sah das Amtsgericht Schweinfurt bei seinem Urteil am Freitag ab, wie eine Gerichtssprecherin in der bayerischen Stadt mitteilte.

Hamburg setzt sich für längere Verjährungsfrist bei bestimmten Sexualstraftaten ein

Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) will sich dafür einsetzen, dass bestimmte Sexualstraftaten nicht mehr nach fünf Jahren verjähren können. "Aus Angst, Scham oder Traumatisierung zeigt nicht jedes Opfer eine solche Tat zeitnah an", erklärte Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) am Freitag. Viele Taten würden auch erst nach längerer Zeit bekannt. Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet.

Textgröße ändern: