The National Times - Bandenkrieg in Raum Stuttgart: Lange Haftstrafen für Schüsse auf Shishabar

Bandenkrieg in Raum Stuttgart: Lange Haftstrafen für Schüsse auf Shishabar


Bandenkrieg in Raum Stuttgart: Lange Haftstrafen für Schüsse auf Shishabar
Bandenkrieg in Raum Stuttgart: Lange Haftstrafen für Schüsse auf Shishabar / Foto: © AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit dem Bandenkrieg im Großraum Stuttgart hat das Landgericht der baden-württembergischen Landeshauptstadt zwei Männer wegen Schüssen auf eine Shishabar zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung für acht Jahre beziehungsweise fünfeinhalb Jahre in Haft, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass die beiden Männer im April aus einem fahrenden Auto heraus Schüsse auf die Shishabar abgegeben hatten. Zum Tatzeitpunkt hielten sich mehrere Menschen in der Gaststätte auf - einer wurde leicht verletzt. Das Geschehen war nach Ermittlerangaben Teil des Bandenkriegs, der die Region seit mehr als einem Jahr in Atem hält. Insgesamt gibt es mittlerweile rund 60 Verdächtige, die im Zuge der Auseinandersetzungen festgenommen wurden.

Die verfeindeten Gruppen sind mutmaßlich in kriminelle Aktivitäten verwickelt. Es gab zahlreiche gewalttätige Zwischenfälle, darunter mehrfach Schüsse rund um Lokale. Erst am Mittwoch verurteilte das Landgericht im Fall eines Handgranatenwurfs mit 15 Verletzten auf einem Friedhof in Altbach, der ebenfalls im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen steht, einen heute 24-Jährigen zu zwölf Jahren Haft. Zudem erhob die Staatsanwaltschaft eine weitere Anklage.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Nach verheerenden Waldbränden: Algeriens Unterhaus billigt Todesstrafe für Brandstifter

Wenige Wochen nach den tödlichen Waldbränden im Nordosten Algeriens hat das Parlament in Algier eine Ausweitung der Todesstrafe auf Brandstiftung beschlossen. Die Abgeordneten im Unterhaus billigten am Donnerstag eine Änderung des Strafgesetzbuchs, nach der die Todesstrafe künftig für das vorsätzliche Inbrandsetzen von Wäldern, Waldflächen sowie bepflanzten oder unbepflanzten Feldern verhängt werden kann.

Textgröße ändern: