The National Times - Flüchtiger Angreifer in Tel Aviv von israelischen Sicherheitskräften erschossen

Flüchtiger Angreifer in Tel Aviv von israelischen Sicherheitskräften erschossen


Flüchtiger Angreifer in Tel Aviv von israelischen Sicherheitskräften erschossen
Flüchtiger Angreifer in Tel Aviv von israelischen Sicherheitskräften erschossen

Israelische Sicherheitskräfte haben den mutmaßlichen Attentäter des Anschlags vom Donnerstagabend in Tel Aviv erschossen. "Der Terrorist, der gestern den bewaffneten Angriff in Tel Aviv verübt hat, wurde lokalisiert und neutralisiert", erklärte die israelische Polizei am Freitagmorgen. Der Verdächtige, ein Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland, sei in der Nähe einer Moschee im Stadtteil Jaffa getötet worden.

Textgröße ändern:

"Nach einer schwierigen Nacht und nach stundenlanger Arbeit" der Sicherheitsdienste sei es am Morgen "gelungen, die Schlinge um den Terroristen enger zu ziehen", erklärte der Chefkommissar der israelischen Polizei, Yaacov Shabtai. Der flüchtige Verdächtige sei dann "in einem Feuergefecht getötet" worden. Dabei seien alle Beamten unverletzt geblieben.

Zeugen hatten der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend gesagt, sie hätten im Zentrum Tel Avivs Schüsse gehört. Nach Angaben von Ärzten wurden bei dem Angriff mindestens zwei Menschen getötet. Rund zehn weitere wurden verletzt.

Hunderte Sicherheitskräfte hatten die Stadt anschließend nach dem flüchtigen Attentäter durchkämmt. Regierungschef Naftali Bennett hatte gesagt: "Egal, wo sich dieser Terrorist versteckt, wir werden ihn finden." Er fügte hinzu: "Jeder, der ihm geholfen hat, ob indirekt oder direkt, wird den Preis dafür bezahlen."

Es war bereits der vierte Anschlag in Israel innerhalb von gut zwei Wochen. In Bnei Brak bei Tel Aviv hatte ein palästinensischer Angreifer Ende März fünf Menschen getötet, darunter zwei ultraorthodoxe Juden, zwei seit längerem in Israel lebende Ukrainer und einen israelisch-arabischen Polizisten.

Nur wenige Tage zuvor waren in der nordisraelischen Stadt Hadera zwei Polizisten getötet worden. Diesen Angriff reklamierte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für sich. Am 22. März hatte zudem ein Mann mit einem Messer und einem Auto im südisraelischen Beerscheba vier Menschen getötet. Der Mann hatte ebenfalls Verbindungen zur IS-Miliz.

Im Nachgang zu diesen Attacken hatten die israelischen Sicherheitskräfte dutzende Menschen in Israel festgenommen, die verdächtigt wurden, Verbindungen zum IS zu haben. Das israelische Militär verstärkte zudem seine Einsätze im besetzten Westjordanland, insbesondere in Dschenin, aus dem der Attentäter von Bnei Brak stammte. Vergangene Woche wurden dabei mindestens drei Mitglieder der radikalen Organisation Islamischer Dschihad getötet.

Wie schon nach den anderen Vorfällen feierten radikale Islamisten die Tat. Die im Gazastreifen regierende Hamas sprach von einer "heroischen Operation". Die Organisation Islamischer Dschihad "begrüßte" den Angriff, den sie als "natürliche Antwort" auf Israels "Verbrechen", einschließlich der jüngsten Tötung ihrer Mitstreiter in Dschenin, betrachtete. Israelischen Medienberichten zufolge stammte der Verdächtige des jüngsten Angriffs ebenfalls aus dem Gebiet um Dschenin.

US-Außenminister Antony Blinken verurteilte "den Terroranschlag" und erklärte, Washington werde "weiterhin in regelmäßigem Kontakt mit unseren israelischen Partnern stehen, mit denen wir entschlossen gegen sinnlosen Terrorismus und Gewalt zusammenstehen."

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Nach Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Entscheidung über Haftbefehl erwartet

Nach der Befreiung einer als Geisel genommenen Frau in einem Berliner Supermarkt sind die Ermittlungen von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft angelaufen. Am Sonntagnachmittag stand die gerichtliche Entscheidung über einen Haftbefehl für den mutmaßlichen Täter noch aus, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann soll die Supermarkt-Mitarbeiterin am Freitagabend gegen 22.00 Uhr im Ortsteil Marienfelde in seine Gewalt gebracht haben.

Feuerwehr rettet 20 Fische nach Verkehrsunfall auf hessischer Autobahn

Nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 bei Frankfurt am Main hat die Feuerwehr 20 große Fische gerettet. Ein in den Unfall verwickelter Lastwagen hatte sie geladen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein Auto fuhr demnach am frühen Sonntagmorgen auf den Lastwagen auf.

Zwei Tote bei Schusswechsel mitten auf Salsa-Festival in Toronto

Bei einem Schusswechsel auf einem von Tausenden Menschen besuchten Salsa-Festival in Toronto sind zwei Männer getötet und mindestens vier weitere Menschen schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hätten zwei Menschen am Samstag aufeinander geschossen, teilte die Polizei der kanadischen Großstadt mit. Am Tatort wurden demnach zwei Schusswaffen sichergestellt.

Frau mit Kinderwagen stirbt bei Bahnunglück nahe Heilbronn - Kleinkind unverletzt

Bei einem schweren Unfall an einem Bahnübergang in Baden-Württemberg ist eine Frau gestorben. Die 26-Jährige war in der Stadt Leingarten mit einem Kinderwagen unterwegs und wurde von einem einfahrenden Zug erfasst, wie die Polizei in Heilbronn am Sonntag mitteilte. Sie starb noch an der Unfallstelle, ihr zweijähriges Kind im Wagen blieb unverletzt.

Textgröße ändern: