The National Times - Anleger um 24 Millionen Euro betrogen: Haft- und Bewährungsstrafen in Göttingen

Anleger um 24 Millionen Euro betrogen: Haft- und Bewährungsstrafen in Göttingen


Anleger um 24 Millionen Euro betrogen: Haft- und Bewährungsstrafen in Göttingen
Anleger um 24 Millionen Euro betrogen: Haft- und Bewährungsstrafen in Göttingen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines großangelegten Anlegerbetrugs mit einem Gesamtschaden von rund 24 Millionen Euro hat das Landgericht im niedersächsischen Göttingen am Mittwoch vier Angeklagte verurteilt. Gegen drei Beschuldigte verhängte es nach Angaben einer Sprecherin nach rund fünfmonatigem Prozess Haftstrafen zwischen dreieinhalb und fünf Jahren. Ein vierter Angeklagter wurde demnach zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt.

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Laut Staatsanwaltschaft gehörten die Angeklagten zu einem international agierenden kriminellen Netzwerk, das über Jahre hinweg mehrere tausend Menschen mit großem Aufwand zu Investitionen in angebliche Finanzprodukte wie Derivate verleitet hatte. Tatsächlich wurden Kauf sowie Handel der Papiere nur vorgetäuscht und die von die Opfern eingezahlten Gelder abgezweigt.

Die Bande betrieb demnach unter einem einem Callcenter für den Kontakt zu ihren Opfern und simulierte auf deren Kundenkonten sogar die angeblichen Kursverläufe. Im Fall etwaiger Rückforderungen täuschten die Täter etwa spekulationsbedingte Totalverluste vor oder brachen den Kontakt zu ihnen vollständig ab. Zwischen 2017 und 2021 sollen die Angeklagten und ihre Mittäter allein in Deutschland 5600 Menschen finanziell geschädigt haben.

Die Urteile gegen die zum Prozessauftakt im September 30- bis 52-jährigen Beschuldigten ergingen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs sowie Beihilfe dazu. Ein Verfahren gegen vier weitere Beschuldigte wurde vor Beginn des nun beendeten Strafprozesses abgetrennt und sollte erst später beginnen.

S.M.Riley--TNT

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