The National Times - Zweiter Festgenommener in RAF-Fall Klette kein Terrorist

Zweiter Festgenommener in RAF-Fall Klette kein Terrorist


Zweiter Festgenommener in RAF-Fall Klette kein Terrorist
Zweiter Festgenommener in RAF-Fall Klette kein Terrorist / Foto: © STATE OFFICE OF CRIMNIAL INVESTIGATIONS LOWER SAXONY/AFP/Archiv

Zwei Tage nach der Festnahme der mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette und einer weiteren Person ist der zunächst ebenfalls Verdächtige wieder freigelassen worden. Wie das Landeskriminalamt in Hannover am Mittwoch mitteilte, handelt es sich zweifelsfrei nicht um einen der beiden noch flüchtigen Verdächtigen aus dem Bereich der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF). Die Polizei fahndet demnach weiter nach den mutmaßlichen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.

Textgröße ändern:

Nach Jahrzehnten auf der Flucht war die 65-jährige Klette, eine mutmaßliche frühere Angehörige der Kommandoebene der RAF, am Montag in Berlin in ihrer Wohnung festgenommen worden. Sie kam anschließend in Untersuchungshaft. Im Zusammenhang mit der Ergreifung Klettes nahmen Ermittler in Berlin außerdem den weiteren Verdächtigen fest, seine Identität war zunächst unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt wegen versuchten Mordes sowie diverser versuchter und vollendeter schwerer Raubüberfälle im Zeitraum von 1999 bis 2016 gegen Klette und die zwei weiteren flüchtigen mutmaßlichen ehemaligen RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg. Sie sollen der sogenannten dritten Generation der RAF angehört haben.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Nach verheerenden Waldbränden: Algeriens Unterhaus billigt Todesstrafe für Brandstifter

Wenige Wochen nach den tödlichen Waldbränden im Nordosten Algeriens hat das Parlament in Algier eine Ausweitung der Todesstrafe auf Brandstiftung beschlossen. Die Abgeordneten im Unterhaus billigten am Donnerstag eine Änderung des Strafgesetzbuchs, nach der die Todesstrafe künftig für das vorsätzliche Inbrandsetzen von Wäldern, Waldflächen sowie bepflanzten oder unbepflanzten Feldern verhängt werden kann.

Nach gescheiterter Hinrichtung: UN-Kommissar Türk fordert Gnade für Christa Pike

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer Frau im US-Bundesstaat Tennessee hat UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk Gnade für Christa Pike gefordert. "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz", erklärte Türk am Donnerstag im Onlinedienst X. Er appellierte an die Behörden, auf die Hinrichtung der zum Tode verurteilten Mörderin zu verzichten.

Textgröße ändern: