The National Times - Hundehalter haftet für Biss nach Zurennen von großem Hund auf kleinen Terrier

Hundehalter haftet für Biss nach Zurennen von großem Hund auf kleinen Terrier


Hundehalter haftet für Biss nach Zurennen von großem Hund auf kleinen Terrier
Hundehalter haftet für Biss nach Zurennen von großem Hund auf kleinen Terrier / Foto: © AFP/Archiv

Der Halter eines Schäferhundmischlings aus Mecklenburg-Vorpommern muss für die Verletzung der Halterin eines Yorkshire Terriers einstehen, nachdem der größere Hund sich losriss und auf den Terrier zulief. Der Mann hatte die Leine kurz an seine Freundin weitergereicht, wie das Landgericht Rostock am Montag erklärte. Als der 50 Kilogramm schwere Mischling den winzigen Terrier entdeckt habe, habe er sich samt Leine losgerissen.

Textgröße ändern:

Die Halterin des nur vier Kilogramm schweren Terriers hatte diesen nicht angeleint. Sie sah sich nach Gerichtsangaben gezwungen, zwischen beide Hunde zu treten, ihr Tier auf den Arm zu nehmen und den größeren Hund abzudrängen. Dabei sei sie in einen Finger gebissen worden. Unklar sei geblieben, welcher Hund zugebissen habe.

Die Verletzung hatte erhebliche Langzeitfolgen, wie das Landgericht beschrieb. So sei die Frau teilweise arbeitsunfähig geworden und habe ihren Arbeitsplatz wechseln müssen. Nun werde sie schlechter bezahlt. Zudem habe sie Schmerzen gehabt.

Der Halter des Schäferhundmischlings muss ihr nun etwa 8600 Euro Schadenersatz zahlen und haftet auch für mögliche weitere Schäden, die in der Zukunft noch durch den Hundebiss entstehen könnten. Zu 30 Prozent hafte allerdings die Halterin des kleinen Terriers selbst, weil ihr Hund nicht angeleint gewesen sei und sie durch ihr Eingreifen selbst einen Teil zu dem Schaden beigetragen habe, erklärte das Gericht.

Das Gericht hielt es dabei für unerheblich, welcher der beiden Hunde tatsächlich zugebissen habe. Hätte sich der Mischling nicht auf den kleinen Artgenossen gestürzt, wäre nichts passiert, erklärte es. Auch ein möglicher Biss des Terriers aus Schreck über den Angriff sei dem Veranlasser als tiertypisches Verhalten zuzurechnen.

Die Freundin des Mischlingshalters haftet dagegen nicht. Sie habe den Hund nur kurz aus reiner Gefälligkeit und nicht im Rahmen eines Aufsichtsvertrags an der Leine gehalten, erklärte das Gericht. Mit dem plötzlichen Ausreißen habe sie nicht rechnen müssen.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Mutmaßlicher ehemaliger IS-Militärpolizist in Thüringen festgenommen

In Eisenach in Thüringen ist ein Mann festgenommen worden, der im Irak als bewaffneter Militärpolizist für den IS gearbeitet haben soll. Der in Kuwait geborene Gharib S. habe sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) spätestens im August 2016 angeschlossen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag mit. Bis Anfang 2017 sei er für sie tätig gewesen.

Trotz Umbauten: Früheres KZ-Krematorium in Nordrhein-Westfalen bleibt denkmalgeschützt

Das ehemalige KZ-Krematorium in Büren-Wewelsburg in Nordrhein-Westfalen darf trotz späterer Umbauten als Baudenkmal geführt werden. Der Eigentümer des Gebäudes muss die Eintragung in die Denkmalliste hinnehmen, wie das Oberverwaltungsgericht in Münster laut Mitteilung am Donnerstag entschied. Seine Berufungsklage wurde abgewiesen. In dem Krematorium waren von Herbst 1942 bis April 1943 Leichen der Häftlinge und der im Konzentrationslager Niederhagen Ermordeten verbrannt worden.

Rheinland-Pfalz: Fünf Jahre Haft wegen millionenschwerer Diebstähle aus Solarparks

Das Landgericht im rheinland-pfälzischen Trier hat einen 38-Jährigen wegen Diebstählen aus Solarparks mit einem Millionenschaden zu fünf Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer ordnete zudem die Einziehung von Taterträgen von mehr als 922.000 Euro an.

Nach Tötung von 25-Jähriger in Sachsen: Ehemann in Nordrhein-Westfalen verhaftet

Knapp drei Wochen nach einem Tötungsverbrechen an einer 25-Jährigen in Sachsen haben Ermittler den Ehemann der Frau festgenommen. Der 32-Jährige wurde am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen gefasst, wie die Polizei in Zwickau am Donnerstag mitteilte. Er muss sich nun wegen Mordes verantworten. Ein zunächst verdächtigter Mann kam wieder auf freien Fuß.

Textgröße ändern: