The National Times - Tödliche Messerstecherei bei Volksfest in Berlin: Langjährige Jugendstrafe

Tödliche Messerstecherei bei Volksfest in Berlin: Langjährige Jugendstrafe


Tödliche Messerstecherei bei Volksfest in Berlin: Langjährige Jugendstrafe
Tödliche Messerstecherei bei Volksfest in Berlin: Langjährige Jugendstrafe / Foto: © AFP/Archiv

Fast zwei Jahre nach einem tödlichen Messerangriff auf einem Volksfest im Berliner Bezirk Neukölln ist ein 22-Jähriger zu einer Jugendstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den Angeklagten am Freitag des Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Er habe gemeinsam mit anderen am Abend des 30. Aprils 2022 - in der Walpurgisnacht - einen 25-Jährigen angegriffen und ihn durch mehrere Messerstiche getötet.

Textgröße ändern:

Die Tat hatte sich bei den sogenannten Neuköllner Maientagen im Volkspark Hasenheide ereignet. Das Opfer starb wenig später in einem Krankenhaus. Der Angeklagte flüchtete nach der Tat. Er wurde gut sechs Monate später festgenommen, als er wieder nach Deutschland einreiste.

Im Fall eines 21 Jahre alten Mitangeklagten, der unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht stand, sei hingegen ein Tötungsvorsatz nicht nachzuweisen gewesen. Er wurde wegen der Beteiligung an einer Schlägerei zu zwei Wochen Dauerarrest verurteilt.

Der Hauptangeklagte Omar O. nahm nach Ansicht der Kammer den Tod des Geschädigten billigend in Kauf. Zudem sahen die Richter die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als erfüllt an.

Der Anklagte habe heimtückisch gehandelt, weil er die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers, der sich auf dem Volksfest keines unmittelbaren Angriffs versehen habe, ausgenutzt habe, erklärte der Vorsitzende Richter. Sein Motiv, Rache für eine vorangegangene Demütigung zu nehmen, sei zudem als niedriger Beweggrund anzusehen.

Da beide Angeklagten zur Tatzeit Heranwachsende waren, wurden sie aufgrund erheblicher Reifeverzögerungen nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Mutmaßlicher ehemaliger IS-Militärpolizist in Thüringen festgenommen

In Eisenach in Thüringen ist ein Mann festgenommen worden, der im Irak als bewaffneter Militärpolizist für den IS gearbeitet haben soll. Der in Kuwait geborene Gharib S. habe sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) spätestens im August 2016 angeschlossen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag mit. Bis Anfang 2017 sei er für sie tätig gewesen.

Trotz Umbauten: Früheres KZ-Krematorium in Nordrhein-Westfalen bleibt denkmalgeschützt

Das ehemalige KZ-Krematorium in Büren-Wewelsburg in Nordrhein-Westfalen darf trotz späterer Umbauten als Baudenkmal geführt werden. Der Eigentümer des Gebäudes muss die Eintragung in die Denkmalliste hinnehmen, wie das Oberverwaltungsgericht in Münster laut Mitteilung am Donnerstag entschied. Seine Berufungsklage wurde abgewiesen. In dem Krematorium waren von Herbst 1942 bis April 1943 Leichen der Häftlinge und der im Konzentrationslager Niederhagen Ermordeten verbrannt worden.

Rheinland-Pfalz: Fünf Jahre Haft wegen millionenschwerer Diebstähle aus Solarparks

Das Landgericht im rheinland-pfälzischen Trier hat einen 38-Jährigen wegen Diebstählen aus Solarparks mit einem Millionenschaden zu fünf Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer ordnete zudem die Einziehung von Taterträgen von mehr als 922.000 Euro an.

Nach Tötung von 25-Jähriger in Sachsen: Ehemann in Nordrhein-Westfalen verhaftet

Knapp drei Wochen nach einem Tötungsverbrechen an einer 25-Jährigen in Sachsen haben Ermittler den Ehemann der Frau festgenommen. Der 32-Jährige wurde am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen gefasst, wie die Polizei in Zwickau am Donnerstag mitteilte. Er muss sich nun wegen Mordes verantworten. Ein zunächst verdächtigter Mann kam wieder auf freien Fuß.

Textgröße ändern: