The National Times - 30-jähriger falscher Polizist in München zu langer Haftstrafe verurteilt

30-jähriger falscher Polizist in München zu langer Haftstrafe verurteilt


30-jähriger falscher Polizist in München zu langer Haftstrafe verurteilt
30-jähriger falscher Polizist in München zu langer Haftstrafe verurteilt

Das Landgericht München I hat ein 30-jähriges Mitglied einer Bande von falschen Polizisten zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die Strafkammer sprach Hamit Ö. unter anderem des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in sechs Fällen sowie der Amtsanmaßung schuldig, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die Richter ordneten zudem seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Textgröße ändern:

Der Angeklagte war nach Überzeugung des Gerichts Teil einer Bande, die Betrugstaten als falsche Polizisten begingen. So sollen Mittäter im Oktober und November 2020 in sechs Fällen die späteren Geschädigten angerufen und sich dabei als Polizeibeamte ausgegeben haben.

Sie sollen den Geschädigten eine angebliche Gefahrenlage vorgespiegelt haben, welche diese dazu veranlasste, dem Angeklagten Geld und Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung zu übergeben. Insgesamt erbeutete der als Abholer fungierende Ö. nach den Feststellungen des Gerichts so Bargeld und Gegenstände mit einem Wert von rund 266.000 Euro. Die Richter ordneten deshalb die Einziehung von Wertersatz in dieser Höhe an.

Der Vorsitzende Richter hob in seiner Urteilsbegründung hervor, dass der Angeklagte den Geschädigten erhebliche finanzielle Schäden zugefügt habe. Eine 80-Jährige, der ein Schaden von rund 156.000 Euro entstanden war, beging 14 Tage später unter anderem deswegen Suizid.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte nahm zwar den Angaben zufolge das Urteil an und verzichtete auf Rechtsmittel. Der Staatsanwaltschaft steht die Revision jedoch zu.

A.M.James--TNT

Empfohlen

Zwei Löschhubschrauber in Griechenland verunglückt

Bei der Bekämpfung der Waldbrände in Griechenland sind am Sonntag zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden "sofort Rettungsteams mobilisiert, um die Besatzungen zu orten und zu unterstützen". Die Kollision der beiden Helikopter des US-Herstellers Bell ereignete sich in der Region Psatha westlich von Athen.

Betrugsversuch: 103-Jährige delegiert falschen Wasserwerker am Nacken aus Wohnung

Falsche Wasserwerker sind beim Versuch, eine 103-jährige Frau in Bremen zu bestehlen, offensichtlich erfolglos geblieben. Die drei Betrüger verschafften sich am Freitag unter dem Vorwand, Arbeiten an der Wasserversorgung vornehmen zu müssen, Zugang zur Wohnung der Seniorin, wie die Polizei am Sonntag berichtete.

Waldbrände in Griechenland fressen sich weiter fort - Flammenmeer westlich von Athen

Unter schwierigen Wetterbedingungen hat die Feuerwehr in Griechenland am Wochenende weiter gegen Flammenfronten in verschiedenen Landesteilen angekämpft. Allein nahe dem Küstenferienort Porto Germeno waren nach Behördenangaben fast 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sprach von einer "äußerst schwierigen" Lage mit "extremen" Wetterbedingungen. In ganz Griechenland wurden mittlerweile mehr als 12.000 Hektar Land zerstört, wie der Wetterdienst des Nationalen Observatoriums mitteilte.

Nach CSD-Anschlag: Union dringt auf rasche Konsequenzen

Nach dem Anschlag während der CSD-Demonstration in Berlin dringt die Union auf rasche Gesetzesverschärfungen. Die Bürger erwarteten jetzt Konsequenzen von der Politik, sagte Unions-Fraktionschef Thorsten Frei der "Bild am Sonntag". SPD-Fraktionschef Matthias Miersch zeigt sich grundsätzlich offen für eine Präventivhaft für sogenannte "Gefährder".

Textgröße ändern: