The National Times - Nach Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See: Anklage in Prozess verlesen

Nach Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See: Anklage in Prozess verlesen


Nach Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See: Anklage in Prozess verlesen
Nach Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See: Anklage in Prozess verlesen / Foto: © AFP/Archiv

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 14-Jährigen am Berliner Schlachtensee müssen sich seit Donnerstag zwei Tatverdächtige vor dem Landgericht Berlin verantworten. Die 18 und 19 Jahre alten Angeklagten sollen die Jugendliche im vergangenen Juni am Rande einer Feier an dem See in Berlin-Zehlendorf vergewaltigt haben.

Textgröße ändern:

Zum Prozessauftakt wurde am Donnerstag die Anklage verlesen. Einem Antrag der Nebenklage, die Öffentlichkeit auszuschließen, gab die Kammer nur teilweise und nicht für die gesamte Verhandlung statt, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Die Öffentlichkeit kann nun in Teilen des Prozesses ausgeschlossen werden, etwa wenn am kommenden Dienstag die inzwischen 15-jährige Geschädigte als Zeugin aussagen soll.

Der Anklage zufolge verließ die Jugendliche damals zusammen mit den Angeklagten zunächst freiwillig die Feier in Richtung eines abgelegenen Teils des Sees. Als sie sich ihre Entscheidung dann jedoch anders überlegte, sollen die Angeklagten die Jugendliche mitgezogen und schließlich weggetragen haben.

An einer abgelegenen Stelle sollen die beiden Männer sie dann festgehalten und gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an der 14-Jährigen vorgenommen haben. Wegen Fluchtgefahr sitzt der 19-Jährige seit August in Untersuchungshaft. Der 18-Jährige befindet sich dagegen auf freiem Fuß.

Im Prozess sind zunächst weitere Verhandlungstage bis Anfang April angesetzt. Wegen des Alters der Angeklagten findet das Verfahren vor einer Jugendkammer des Landgerichts statt. Sollten die Angeklagten für schuldig befunden werden, müsste das Gericht entscheiden, ob sie nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden.

Nach der Tat am Schlachtensee rückten vier Tatverdächtige im Alter von 14 bis 19 Jahren in den Fokus der Ermittler. Die Ermittlungen gegen die beiden 14 und 15 Jahre alten Verdächtigen werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem gesonderten Verfahren geführt.

P.Jones--TNT

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: