The National Times - Mann muss Nachbar keinen Schadenersatz für verschwundenes Gold zahlen

Mann muss Nachbar keinen Schadenersatz für verschwundenes Gold zahlen


Mann muss Nachbar keinen Schadenersatz für verschwundenes Gold zahlen
Mann muss Nachbar keinen Schadenersatz für verschwundenes Gold zahlen

Trotz des Verlusts von fünf Kilogramm Gold und mehreren zehntausend Euro Bargeld muss ein Mann aus Baden-Württemberg seinem Nachbarn keinen Schadenersatz zahlen. Das entschied das Landgericht Offenburg nach Angaben vom Donnerstag in einem Zivilprozess zwischen den beiden Männern. Der Kläger hatte seinen Nachbarn wegen eines Krankenhausaufenthalts nach einem Schlaganfall 2019 gebeten, die Wertsachen zu verwahren. Sie verschwanden auf letztlich nicht geklärte Weise, während der Beklagte selbst im Krankenhaus lag.

Textgröße ändern:

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass zwischen den beiden Nachbarn kein "rechtsgeschäftlicher Verwahrungsvertrag" abgeschlossen worden sei. Es habe sich um eine "Gefälligkeit" gehandelt, weshalb der Beklagte auch nur für eine "eigenübliche Sorgfalt" einzustehen habe. Diese habe er angewandt. Es sei ihm auch keine vorsätzliche oder grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen.

Nach seinem Schlaganfall hatte Kläger seinen Nachbarn laut Gericht aus dem Krankenhaus heraus gebeten, das in mehreren Verstecken in seinem Haus verteilte Gold und Bargeld bei sich zu verwahren. Der Mann deponierte die Vermögenswerte demnach in einem verschlossenen Waffenschrank in seinem Keller. Die Schlüssel zum Keller und zum Waffenschrank versteckte er stets standardmäßig außen vor seinem Haus beziehungsweise im Keller, wie das Gericht weiter erläuterte.

Kurze Zeit später musste der Mann ebenfalls stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Als sein inzwischen aus der Klinik entlassener Nachbar sein Gold und sein Geld aus dem Waffenschrank zurückholen wollte, war beides verschwunden. Laut polizeilichen Ermittlungen fanden sich keine Einbruchspuren. Die Ermittler gingen davon aus, dass jemand die Originalschlüssel verwendet hatte.

F.Harris--TNT

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: