The National Times - Neue Silvesterbilanz: Berliner Polizei erfasst 1329 Straftaten

Neue Silvesterbilanz: Berliner Polizei erfasst 1329 Straftaten


Neue Silvesterbilanz: Berliner Polizei erfasst 1329 Straftaten
Neue Silvesterbilanz: Berliner Polizei erfasst 1329 Straftaten / Foto: © AFP

In der Silvesternacht in Berlin sind laut einer neuen Bilanz der Polizei mehr als 1300 Straftaten begangen worden. Vom 31. Dezember 2023 um 18 Uhr bis zum 1. Januar 2024 um 06.00 Uhr seien insgesamt 1328 "silvestertypische Straftaten" erfasst worden, teilte die Berliner Polizei am Donnerstagabend in ihrer zweiten Bilanz des Jahreswechsels mit.

Textgröße ändern:

Mit 311 Taten kamen demnach besonders häufig Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Außerdem registrierten die Einsatzkräfte in der Hauptstadt 139 Sachbeschädigungen, 157 Körperverletzungen und 69 Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Für ihre überarbeitete Bilanz überprüfte die Berliner Polizei die vorherige Angabe, dass 54 Polizeikräfte beim Silvestereinsatz verletzt worden seien. Nach den neuen Erkenntnissen wurden in der Silvesternacht 27 Einsatzkräfte im Zusammenhang mit einer Straftat verletzt, zwölf davon durch Pyrotechnik. "Für die 27 weiteren im Einsatzgeschehen verletzten Polizistinnen und Polizisten dauert die Auswertung der Dienstunfallanzeigen noch an", hieß es weiter.

Insgesamt kam es der zweiten Bilanz zufolge zu 73 Angriffen auf Einsatzkräfte der Polizei sowie zu zwei Angriffen auf Rettungskräfte. Berücksichtigt wurden dabei Körperverletzungen, tätliche Angriffe sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Angriffe auf Feuerwehrleute wurden demnach nicht registriert.

Nach massiven Ausschreitungen zum Jahreswechsel 2022/2023 war dieses Mal ein Großaufgebot von rund 4500 Polizeikräften in Berlin im Einsatz gewesen. Größere Krawalle blieben aus, die Berliner Polizei bezeichnete ihr Einsatzkonzept daher als erfolgreich.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: