The National Times - Berichte: Zehn deutsche IS-Anhängerinnen samt Kindern aus Syrien zurückgeholt

Berichte: Zehn deutsche IS-Anhängerinnen samt Kindern aus Syrien zurückgeholt


Berichte: Zehn deutsche IS-Anhängerinnen samt Kindern aus Syrien zurückgeholt
Berichte: Zehn deutsche IS-Anhängerinnen samt Kindern aus Syrien zurückgeholt

Die Bundesregierung holt übereinstimmenden Berichten zufolge zehn deutsche Anhängerinnen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mitsamt ihrer 27 Kinder nach Deutschland zurück. Die Deutschen seien am Mittwochmorgen in Nordsyrien an Vertreter des Auswärtigen Amts und des Bundeskriminalamts übergeben worden und sollten in einem Charterflug nach Frankfurt am Main gebracht werden, berichteten der SRW und die "Bild"-Zeitung. In Syrien waren sie von kurdischen Milizen in Lagern festgehalten worden. In Deutschland solle einigen der Frauen der Prozess gemacht werden.

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Gegen vier der Frauen, die aus Nürnberg, Aschersleben, Idar-Oberstein und Frankfurt stammen, habe der Generalbundesanwalt Haftbefehle erwirkt, berichtete die "Bild"-Zeitung. Ihnen würden unter anderem Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Gegen die weiteren Frauen, die aus Schwerin, Lüdenscheid, Münster, Bremen und Frankfurt stammen sollen, ermitteln demnach die Generalstaatsanwaltschaften der Länder.

Sollte sich die Rückholaktion bestätigen, wäre sie die größte ihrer Art. Laut Verfassungsschutz waren seit 2012 mindestens 1150 Menschen aus Deutschland aus islamistischen Beweggründen ins damalige Herrschaftsgebiet der IS-Miliz nach Irak und Syrien ausgereist. Schätzungsweise ein Drittel von ihnen war weiblich.

Inzwischen sind einige von ihnen, die sich in Nordsyrien oder im Irak in Gewahrsam befanden, nach Deutschland zurückgekehrt - überwiegend Frauen mit minderjährigen Kindern. Die Zahl von Rückkehrern, die in Deutschland inzwischen rechtskräftig verurteilt wurden, bewegt sich laut Bundesamt für Verfassungsschutz im mittleren zweistelligen Bereich.

Mehrere jener Frauen, die am Mittwoch nach Deutschland gebracht werden sollten, seien nach der militärischen Niederlage des IS Anfang 2019 in Syrien von kurdische Milizen festgenommen worden, hieß es in den Berichten. Laut der "Bild"-Zeitung waren einige von ihnen bereits 2017 aus dem Herrschaftsgebiet des IS geflohen und hatten sich den Kurden ergeben.

Bei einer der aktuellen Rückkehrerinnen handelt es sich nach SWR-Informationen um eine 27-Jährige aus Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz, die zusammen mit ihrer sechsjährigen Tochter zurück nach Deutschland kommt. Sie sei 2014 zum IS ausgereist, soll dort zwei mutmaßliche Dschihadisten geheiratet und unter anderem im Besitz eines Sturmgewehrs gewesen sein. Gegen sie werde wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt.

Lewis--TNT

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