The National Times - Razzia gegen Prepper-Szene in Bayern wegen Plänen für Sabotage

Razzia gegen Prepper-Szene in Bayern wegen Plänen für Sabotage


Razzia gegen Prepper-Szene in Bayern wegen Plänen für Sabotage
Razzia gegen Prepper-Szene in Bayern wegen Plänen für Sabotage

In einer Großrazzia in der sogenannten Prepper-Szene hat die Polizei im bayerischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz mehrere Wohnungen und Gebäude durchsucht. Der Einsatz der rund 290 Beamten, darunter auch Spezialeinheiten, richtete sich nach Polizeiangaben vom Mittwoch gegen sechs deutsche Männer. Es habe "Hinweise auf mögliche Vorbereitungen zu Sabotagehandlungen an kritischer Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland" gegeben, erklärte die Polizei in Regensburg.

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Erste Durchsuchungsergebnisse zeigten "die bedenkliche Affinität zu Waffen und Verhaltensmuster der Prepper-Szene", erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Abend. Den Ermittlern sei "ein empfindlicher Schlag gegen eine Gruppierung mit rücksichtslosen und verfassungsfeindlichen Absichten gelungen".

Angehörige der Prepper-Szene bereiten sich auf einen von ihnen erwarteten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung vor, indem sie Gegenstände und Nahrung horten. Dem Staat stehen sie oft ablehnend gegenüber.

Bei dem Einsatz am Mittwoch beschlagnahmten die Beamten laut Polizei teils illegale Schusswaffen sowie Laptops und Smartphones. Spezialeinheiten aus Bayern und Baden-Württemberg seien beteiligt gewesen, weil ein Teil der Männer legal Schusswaffen besitze, hieß es weiter.

Laut Herrmann hat die Entwaffnung von Extremisten höchste Priorität: "Jeder Verdachtsfall wird geprüft und alle rechtlichen Möglichkeiten werden ausgeschöpft", erklärte der Minister.

Nach Herrmanns Worten haben bayerische Waffenbehörden 2021 insgesamt 189 erlaubnispflichtige Waffen wegen Verdacht auf Extremismus eingezogen, davon 125 bei Rechtsextremisten und 48 bei sogenannten Reichsbürgern.

J.Sharp--TNT

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