The National Times - Kupferproduzent Aurubis: Prozess gegen mutmaßliche Metalldiebe hat begonnen

Kupferproduzent Aurubis: Prozess gegen mutmaßliche Metalldiebe hat begonnen


Kupferproduzent Aurubis: Prozess gegen mutmaßliche Metalldiebe hat begonnen
Kupferproduzent Aurubis: Prozess gegen mutmaßliche Metalldiebe hat begonnen / Foto: © AFP

Am Hamburger Landgericht hat am Dienstag ein Prozess gegen sechs Männer begonnen, die am Diebstahl von Edelmetallen beim Kupferhersteller Aurubis beteiligt gewesen sein sollen. Den Männern wird schwerer Bandendiebstahl, Bandenhehlerei oder Beihilfe zum Diebstahl vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Hamburg erklärte. Sie sollen über mehrere Monate in unterschiedlicher Beteiligung insgesamt 5000 Kilogramm edelmetallhaltiger Zwischen- und Nebenprodukte vom Firmengelände entwendet haben.

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Laut Staatsanwaltschaft haben sich die Vorfälle bereits zwischen Februar 2020 und Januar 2021 abgespielt. Insgesamt gehe es um Edelmetalle im Wert von rund elf Millionen Euro. Ihre Beute sollen die mutmaßlichen Diebe an bisher unbekannte Abnehmer weiterverkauft haben. Ein Teil sei auch an metallverarbeitende Betriebe in der Türkei gegangen. Die Diebstähle betrafen demnach sogenannte Rohsilberfegsel, die als Rückstände während Metallrecycling- und Aufbereitungsprozessen entstehen.

Aurubis ist nach eigenen Angaben in weiteren Fällen Opfer von Diebstahl und Betrug geworden. Es wird demnach davon ausgegangen, dass Aurubis-Mitarbeiter oder Mitarbeiter von Partnern gemeinsame Sache mit Lieferanten machten. Im September bezifferte das Unternehmen die Höhe des Schadens auf 185 Millionen Euro und senkte deshalb seine Gewinnprognose.

Bei den Betrugsfällen geht es nach Unternehmensangaben darum, dass offenbar "Lieferungen und Proben für Einsatzmaterialien im Recyclingbereich mit hohen Gehalten wertvoller Metalle zum Schaden von Aurubis manipuliert" wurden. Demnach enthielten Lieferungen weniger Metalle als erwartet, weshalb überhöhte Rechnungen gezahlt wurden.

Zu welchem Zeitpunkt diese Manipulationen genau stattgefunden haben, stand zunächst nicht fest. Der Betrugsfall ist nicht Teil des Prozesses vor dem Hamburger Landgericht.

Der Ankündigung, Präventions- und Sicherheitsstandards anzuheben, kommt Aurubis derweil offenbar nach. Am Standort Hamburg soll eine neue Anlage zur Verarbeitung von Edelmetallen gebaut werden, für die 300 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen sind, wie das Unternehmen am Dienstag erklärte. "Sie bildet im Verbund mit bestehenden Anlagen einen neuen integrierten Hochsicherheitsbereich."

S.Arnold--TNT

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