The National Times - Präsident von El Salvador will nach dutzenden Morden Ausnahmezustand verhängen

Präsident von El Salvador will nach dutzenden Morden Ausnahmezustand verhängen


Präsident von El Salvador will nach dutzenden Morden Ausnahmezustand verhängen
Präsident von El Salvador will nach dutzenden Morden Ausnahmezustand verhängen

Nach dutzenden Morden binnen 24 Stunden in El Salvador hat Präsident Nayib Bukele das Parlament aufgefordert, den Ausnahmezustand zu verhängen. Bis Samstagabend registrierte die Polizei in dem zentralamerikanischen Land 62 Morde innerhalb eines Tages. Die Polizei und das Militär starteten einen Einsatz gegen die kriminelle Bande Mara Salvatrucha, die für die Taten verantwortlich gemacht wird.

Textgröße ändern:

Mehrere Anführer der Bande wurden festgenommen und beschuldigt, "für die in den vergangenen Stunden registrierten Morde verantwortlich zu sein", wie die Polizei mitteilte. "Wir werden in diesem Krieg gegen die Banden nicht nachlassen und nicht ruhen, bis die für diese Taten verantwortlichen Kriminellen gefasst und vor Gericht gestellt sind", schrieb die Polizei bei Twitter.

"Seit gestern erleben wir einen erneuten Anstieg der Mordrate, etwas, gegen das wir so hart gearbeitet haben. Während wir die Straftäter auf der Straße bekämpfen, versuchen wir herauszufinden, was hier vor sich geht und wer hinter all dem steckt und es finanziert", erklärte Präsident Bukele.

In El Salvador gibt es Schätzungen zufolge rund 70.000 Bandenmitglieder, von denen etwa 17.000 im Gefängnis sitzen. Die meisten von ihnen gehören der berüchtigten Mara Salvatrucha oder der rivalisierenden Gang Barrio 18 an.

Das zentralamerikanische Land hat eine der höchsten Mordraten weltweit. Im Jahr 2021 wurden 1140 Morde verzeichnet - 18 pro 100.000 Einwohner. Die Gewalt der Gangs, die auch in den Nachbarländern aktiv sind, ist einer der Gründe, warum viele Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben in Richtung USA fliehen.

G.Waters--TNT

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: