The National Times - Bewährungsstrafen in weiterem Prozess um Cannabisplantagen in Niedersachsen

Bewährungsstrafen in weiterem Prozess um Cannabisplantagen in Niedersachsen


Bewährungsstrafen in weiterem Prozess um Cannabisplantagen in Niedersachsen
Bewährungsstrafen in weiterem Prozess um Cannabisplantagen in Niedersachsen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Braunschweig hat in einem weiteren Prozess um mehrere Cannabisplantagen drei Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt. Zwei von ihnen wurden wegen Beihilfe zum unerlaubten Drogenhandel und Drogenbesitzes schuldig gesprochen, wie das Landgericht am Dienstag mitteilte. Sie wurden jeweils zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Textgröße ändern:

Ein 20-Jähriger wurde wegen der gleichen Vorwürfe zu einem Jahr und acht Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Die Haftbefehle wurden aufgehoben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer Mitglieder einer Bande waren, die bundesweit in leerstehenden Gebäuden Cannabisplantagen betrieb.

Die drei Verurteilten bauten mit mehreren weiteren Mittätern zwischen Februar und Mai Cannabis in einem ehemaligen Industriegebäude in Liebenburg an. Bei einer Durchsuchung wurden mehr als 6600 Cannabispflanzen und über 160 Kilogramm konsumfähiges Material beschlagnahmt. Damit wären mehr als 1,1 Millionen Konsumeinheiten möglich gewesen.

Der 20-Jährige wurde zudem wegen einer Cannabisplantage in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt verurteilt. Dort hatte er 2022 mit Mittätern in einer leerstehenden Lagerhalle eine Plantage mit 4800 Cannabispflanzen errichtet.

Bereits am Freitag waren in einem separaten Prozess drei Angeklagte wegen Beihilfe zum Drogenhandel und Drogenbesitzes zu Bewährungsstrafen zwischen einem Jahr und zehn Monaten sowie zwei Jahren verurteilt worden. Ein weiterer Angeklagter wurde freigesprochen. Die Haftbefehle wurden ebenfalls aufgehoben. Auch in diesem Prozess ging es um Cannabisplantagen in Liebenburg.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Milliardenklage nach gescheiterter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Leichenschändungen in Klinik: Fünf Jahre Haft für 40-Jährigen in Bielefeld

Wegen sexueller Handlungen an Leichen in einem Krankenhaus hat das Landgericht Bielefeld einen 40-Jährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde unter anderem der Störung der Totenruhe in sieben Fällen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Der Mann soll laut Anklage 2025 in ein Krankenhaus in Bünde eingedrungen sein und sich dort an mehreren Leichen sexuell vergangen haben.

Freundin in Streit mit Faustschlägen getötet: 46-Jähriger in Berlin verurteilt

Weil er eine Freundin nach einem Streit in einer Grünanlage in Berlin tötete, ist ein 46-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den am Mittwoch des Totschlags schuldig. Der Angeklagte hatte sich in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen

Das Landgericht Bremen hat einen 33-Jährigen wegen Mordes an seiner Exfreundin auf offener Straße zu lebenslanger Haft verurteilt. Die zuständige Kammer stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Damit ist eine vorzeitige Entlassung des Verurteilten aus der Haft nach 15 Jahren weitestgehend ausgeschlossen.

Textgröße ändern: