The National Times - EKD-Ratsvorsitzende Kurschus tritt nach Vertuschungsvorwurf zurück

EKD-Ratsvorsitzende Kurschus tritt nach Vertuschungsvorwurf zurück


EKD-Ratsvorsitzende Kurschus tritt nach Vertuschungsvorwurf zurück
EKD-Ratsvorsitzende Kurschus tritt nach Vertuschungsvorwurf zurück / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, ist nach Vertuschungsvorwürfen von ihrem Amt zurückgetreten. Sie gebe auch ihre Aufgabe als Präses der evangelischen Kirche in Westfalen auf, sagte Kurschus am Montag in Bielefeld. In der Sache sei sie aber mit sich im Reinen.

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Kurschus soll einem Bericht der "Siegener Zeitung" zufolge bereits früh über Missbrauchsvorwürfe gegen einen nun unter dem Verdacht von Straftaten stehenden ehemaligen Kollegen im Kirchenkreis Siegen informiert worden sein. Sie soll demnach allerdings nichts unternommen haben.

Die Theologin sagte, sie sei mit der Familie des Manns befreundet. Sie habe etwas von der homosexuellen Neigung des mit einer Frau verheirateten Manns und von dessen ehelicher Untreue mitbekommen, nichts aber von möglichen Missbrauchstaten. Es sei ihr niemals darum gegangen, einen Beschuldigten zu decken.

In der Berichterstattung sei aber eine "absurde und schädliche Verschiebung" eingetreten, weil es nur noch um ihre Glaubwürdigkeit und nicht um die Betroffenen von Missbrauch gegangen sei. Deshalb gebe sie ihre Ämter auf.

Die 60 Jahre alte Kurschus war zwei Jahre lang Ratsvorsitzende der EKD. Nach Margot Käßmann war sie die zweite Frau an der Spitze der deutschen Protestanten.

T.Ward--TNT

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