The National Times - Mitbegründer von rechtsextremer Vox-Partei in Spanien angeschossen

Mitbegründer von rechtsextremer Vox-Partei in Spanien angeschossen


Mitbegründer von rechtsextremer Vox-Partei in Spanien angeschossen
Mitbegründer von rechtsextremer Vox-Partei in Spanien angeschossen / Foto: © AFP/Archiv

Ein Mitbegründer der rechtsextremen Vox-Partei in Spanien ist auf offener Straße angeschossen worden. Alejo Vidal-Quadras sei in Madrid in den Kopf geschossen worden, hieß es am Donnerstag aus Polizeikreisen. Er sei bei Bewusstsein ins Krankenhaus gebracht worden. Den Angaben zufolge wurden Ermittlungen aufgenommen. Die Rettungsdienste erklärten ihrerseits im Onlinedienst X (früher Twitter), ein 78-Jähriger mit einer Schussverletzung am Kiefer werde stabilisiert.

Textgröße ändern:

Vidal-Quadras war in den 1990er Jahren Vorsitzender der konservativen Partei PP in Katalonien. Später war er Europaabgeordneter und gehörte zu den Gründern der rechtsextremen Vox-Partei, die er nach ihrer Gründung aber schnell wieder verließ.

Vox und die Konservativen gehören zu scharfen Kritikern eines vom derzeitigen Regierungschef Pedro Sánchez geplanten Amnestie-Gesetzes für katalanische Unabhängigkeitsbefürworter. Im Gegenzug für das geplante Gesetz unterstützen die Unabhängigkeitsbefürworter die Bildung einer neuen Regierung unter dem Sozialisten Sánchez. Dieser könnte damit Regierungschef bleiben, obwohl er die jüngste Parlamentswahl nicht gewonnen hatte.

Vox und die Konservativen organisieren seit Wochen Massenproteste gegen das Amnestie-Gesetz und gegen Sánchez. Auch in den kommenden Tagen sind welche geplant.

A.Davey--TNT

Empfohlen

US-Justiz erhebt Anklage gegen von ICE-Mitarbeitern angeschossenen Venezolaner

Die US-Justiz hat Anklage gegen einen Venezolaner erhoben, der im Bundesstaat Texas von einem Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE angeschossen worden war. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, werden dem Mann Körperverletzung und weitere Straftaten zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft.

Urteil gegen deutsche Person Maja T. in Berufungsverfahren in Ungarn erwartet

In Budapest soll am Mittwoch ein Urteil im Berufungsverfahren gegen die deutsche Person Maja T. fallen, die im Februar zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Ein Gericht befand T. für schuldig, die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Linksextremisten angegriffen zu haben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten Berufung ein.

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

Textgröße ändern: